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188 IV, Von Nußung
Sobald nach geſchehener dritten Beſichtigung, im September und Oktober, der Ausſpruch geſchehen: es iſt Maſt da; ſo muß der Unterthan, er ſey Pächter herrſchaftlicher, oder anderer mit der Huth und Weide
' verſehener Güter 3 ein jeder eigenthümlicher Beſitzer von
Landgütern, und die ganze Gemeinde die ſämmtlichen Oerter, welche der Himmel mit Maſt geſegnet, mit alle dem Vieh verſchonen, welches man vorhin NOE zu weiden berechtiget war,
Dieſe Verfügung iſt den Geſetzen nach recht, aber doch immer für die Unterthanen ſchädlich, und um ſy verderblicher, je mehr Forfireviere mit Maſt ver ſehen ſind.
Trift es, daß noch obendrein ein warmer troFener Herbſt einfällt, ſp iſt der Schade um ſo größer; das Vieh, beſonders das gehörnte, leidet bey zu warmer Witterung Hunger, kann ſich ſo wenig durch den Schat ten der Bäume, als durch das kühlende Forftgras ab- kühlen, und muß, was am gefährlichſten iſt, gemeinige: lich des geſunden Quellwaſſers, ſo in den mehreſten Re vieren umherfließt, entbehren,
Sollte bey dieſen Umſtänden, wenn der Unterthan ſein- matt, abgezehrt, ja wohl krank auf den Stall bringt


