Jahrgang 
Erster Band: Erster Band 1787
Seite
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der Rindviehſeuche zu verrichten 16. 1549

geſchäumet haben. Von einem ſolchen Stü Vieh, es ſey jung oder alt, von welchem Geſchlecht gilt gleich, muß- der ImpFpiter jedd< zur rechten Zeit aufgenommen wer; den. Denn, wird derſelbe zu früh oder zu ſpät aufge: nommen, ſo iſt deſſen anſte>ende Kraft, wie auch die Erfahrung gelehret hat, die Krankheit zur rechten Zeit hervorzubringen, zu ſchwach, oder es kann wol gar das Vieh nicht damit angeſte>t werden. Mich dem Leſex hierüber verſtändlich zu machen, ſo will ich den Verlauf des Eiterfluſſes aus der Naſe hier zuvor beſchrieben. Wenn das Vieh würklich in der Seuche ſteht, ſo fließt vorerſt ein klarer wäſſerichter Schleim aus der Naſe, dies ſer wird nach und nach dier und klebrichter, und nach et- lichen Tagen einem würfklichen Eiter gleich, welchen das Vieh abzuleken verabſcheuet, und desfalls am Rande der Naſelöcher klebend ſißen bleibt. Nach etlichen Tagen pflegt er ſich wieder zu ändern, wird einem weißen Gal, lert ähnlich, und klebt am Rande der Naſelöcher nicht mehr wie zuvor an, kömmt dann und wann, in Portio- nen, in den Naſelöchern zum Vorſchein, fällt ohne zu flehen aus der Naſe, und pflegt von dem Vieh mit der Zunge ausgelect zu werden. Er wird nach etlichen Tas gen flüſſiger, fömmt alsdenn nach und nach ſparſamer und endlich ſtatt deſſen nur wenig klares Waſſer zum Vor? ſchein. In demjenigen Zeitpunkt, worin ſich der Eiter

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