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der Rindviehſeuche zu verrichten 2. 175
mendrüe, wornach denn der Urin ſogleich ausfließen wird. Bey Ochſen iſt dieſes allen übrigen Hülfsmitteln vor zuziehen, und ſchlägt niemals fehl. Bey Kühen, ſie ms gen trächtig ſeyn oder nicht, leiſtet bey Hinterhaltung des Urins, ein Urinableiter, geſchickt beygebracht, jedesmal Hülfe und kann bey Kühen leicht angebracht werden. Das Werkzeug iſt eine, von Meſſing oder von Zinn, 1x und einen halben Fuß lange hohle Röhre, die ſo weit ſeyn muß, daß man eine Schreibfeder hineinſte>en kann: an dem eis nen Ende iſt ſie offen, und an dem andern Ende wie eis ne Federſpuhle zugeründet und verſchloſſen, damit, wenn man mit dieſem Ende das Werkzeug in den Uringang hin: einſteckt, ſelbiges ungehindert bis zu der Urinblaſe hingleis te, Nahe bey dem verſchloſſenen Ende müſſen ſeitwärts einige Löcher durch die Röhre gebohret ſeyn, durch welche der Urin in die Defnung der Röhre hineingehen und zum andern offenen Ende derſelben herausfließen kann. Will man nun dieſen Urinableiter benußen, ſo wird derſelbe mit Del beſchmieret, und bey deſſen offenem Ende mit der echten Hand angefaſſet, der Operateur ſtet alsdenn den Zeigefinger ſeiner.linfen Hand in das Geburtsglied nach unten zu, und fährt mit demſelben auf dem Schaambei- ne vorſichtig in die Mutterſcheide hinein; wenn er 3 Zoll tief in die Scheide hineingelanget iſt, wird er mit dem Zeigefinger die Defnung des Uringanges fühlen. Nun
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