Jahrgang 
Erster Band: Erster Band 1787
Seite
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. der Rindviehſeuche zu verrichten 2, 173

roth wie das Fleiſch in einer geſunden heilenden Wunde, ſo läßt ſich noch die Geneſung hoffen. Man muß als- dann den Rachen täglich einigemal mit Salzwaſſer, ver: mittelſt eines SteFens, an welchen ein Lappen gebunden iſt, auswaſchen. Zuweilen tritt der Zufall ein, daß das kranke Vieh ſeinen Urin nicht abläßt. Auch dieſer Zufall kann nur durch fleißiges Beobachten entde>t werden, und zwar, wenn män des Morgens ganz früh, wenn das Viel noch liegt, in den Stall geht und daſſelbe aufjaget, ſo pflegt es in8gemein zu uriniren. Dasjenige, welches, nachdem es aufgeſtanden, keinen Urin abgehen läßt, muß mar ſich bemerken, und forthin darauf a<ht haben, ob es ſeinen Urin nachher ablaſſe. Wenn dieſes binnen zwölf Stunden nicht geſchieht, und das Stück Vieh kränker zu werden ſcheint, ſo iſt man des Uebels gewiß; wovon die Urſachen die ſind, daß entweder die Urinblaſe zu ſchlaff iſt, und zugleich diejenige Reißbarkeit nicht mehr beſiger, welche den Urin auszupreſſen erforderlich iſt; odex daß es dem Viehe an Kräften fehlet, oder daß die Schmerzen der entzündeten Eingeweide, vornämlich die in dex Bruſte höle nicht zugeben, daß derjenige Druc hervorgebracht werde, welcher den Urin aus der Blaſe herauszupreſſen erfordert wird.

Von denen, von dem Herrn von Oerken dawider an- gerühmten Mitteln, entweder dem Viehs ein Viertel Quar-

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