für Niederſachſen,| 25
Schmetterlinge bilden, ſo entſtehet zwar daraus ein Krüp! pel, aber dieſer iſt nicht ohne Geſchlecht. Man wende mir nicht ein, daß ich auf dieſe Art meine degradirte Weis ſellinnen zu Krüppeln machte; dieſes iſt nicht der Fall: meine weiblichen Arbeitsbienen leiden nicht an der ordent- lichen Größe einer Biene, ſie werden ihren Brüdern an den äußerlichen Theilen ähnlich; da nun dieſe keine Miß: geburten ſind, ſondern durch ihre Munterkeit genug zei?
gen, daß ſie keine Schwächung gelitten haben, ſo beſte!
het nach meiner Vermuthung die größte Verwandlung der
weiblichen Arbeiter darin, daß deren Eyerſto> ſich kleiner
entwickelt. Wollte ich'aber beyde Geſchlechter Bienen
noch einige Grade erniedrigen, ſo entſtünden Krüppel.
-Der Herr Hofrath Käſtner machte mir bey meiner erſten Bienenſchrift( die unter den gelehrten Beyträgen der
Braunſchweigiſchen Anzeigen im Jahre 1777, bekannt ge;
macht iſt) eine gründliche Einwendung; ich redete unter
dem zten Abſchnitte folgendermaßen von alten Stöcken:
Das Alter der Stöe iſt an den Roſen oder Scheiben zu
fehen 3 da dieſes aber betrüglich, ſo ſehe man die Bienen
anz diejenigen, die ſehr klein ſind, wohnen die meiſte
Zeit in alten Sts>en, Sie ſind darum nicht viel älter als die in jungen, denn der Biene Leben währt höchſtens
x und ein viertel Jahr 3 aber die verengerten Zellen ſind
ſchuld, daß die Bienen kleiner geworden ſind. Ich glau?
be daher, daß dieſe dadurch geſchwächt werden. Die Urs
B5 ſach,


