Jahrgang 
Dritter Band: 1794
Seite
312
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64 Ueber die vortheilhäfteſte Methöde,!

An vielen Orten» beſonders im Meklenbur? giſchen, hält man eine längliche Grube, in wele <her Feuer vom Torfe oder auc) von Kohlen un- terhalten wird, auf dieſer Grube liezt eine Leiter, auf welche eine Perſon bey Händvollen ſo viel Flachs röſtet, daß zwanzig und mehrere Verſonen zu brechen haben./

In der Mark Brandenburg wird der Flachs in Backöfen gedörretz3"man ba>r erſt Brodt dar? in, ſezt hernach"den Flachs hinein, und ſo viel als mit allen Kräften hineingebräc<ht' werden kann/ ſiopfet älle: Defnungen zu, und laßt ihn einen Tag und 2 Nächte darin überſichen, da er alsdann am Zten Tage*gebröchen wird', zu wel? <em>Ende der: Fiachs ebenfalls zuvor mit jener Treute"zerſchlagen" wird 5 oder man'heiget den Ofen beſonders und'mehrentheils» mit Buſch, und bricht den darin'geſezten'Flachs ſofortam folgen» den Tage. Dieſe Art«der Behandlung des Flach» ſes, ſo leicht ſie auch iſt, iſt aber höchſigefährlich, weil nicht nur beſonders in aufgeheizten Oefen der Flachs zum. öfrern in Flämmen aufgehet, ſondern immer an den Spißen verſenget und abfällt, ine dem es unmöglich iſt ,.den gehörigen Grad. der Hiße allemal zu treſſen, und natärlic) zündende

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