58 Veber die vortheilhafteſte Methode,
SG. 52.
Um die Saamenbehältniſſe leichter zu tro>- nen, ſpreuet man den Flac<s ungerepet, nimmt ihn nach 8 Tagen wieder auf, und repet ihn ſodann auf jener oder eiuer kleinen Repe Fig. Il. 2, welche auf zwey Bindeln Flachs geleget wird, wor? auf man ſißet, und vor ſich repet. Hierauf ſpreuer man deu Flachs abermals, und läßt ihn noh 4 bis 5 Wochen liegen. Dieſe Art der Be? handlung des Flachſes, iſt ohnſtreitig die beßte. Man will zwar uuterm Schnee oder in der Luft den Flac<s den Winter hindurch hängen laſſen 3 allein dieſe Behandlung iſt unſicher, und der Flachs wird mehrentheils mürbe,
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Mehrentheils reift der Flachs im July Moo» pat, und kann im Auguſt getro&net eingebracht werden. Man nehme ihn ganz troFen auf; zu dem Ende lo>ere man ihn auf der Erde mit einer Handreibe loſe auf, und laſſe ihn, wo möglich die ſiarke Sonnenhiße eine halbe Stunde vorher durchziehen. Da aber die Witterung um dieſe Jahrszeit ſehr uükzlich iſt, ſo kann man mit dem Aufnehmen überhaupt nicht vorſichtig und eilfer- fcrtig genug ſeyn. Kaun man den Flachs ſofort nicht


