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welche den Bergbau befoͤrdern. 13
des zweyten Hauptgeviers im Hangenden und Liegenden werden andere Joͤcher geleget; nemlich im oberſten Getriebe im Hangenden õ ſechsſpaͤnnige, n. Fig. VII. im Liegenden aber 8 dergleichen, n. Fig. VIII. In allen uͤbrigen und folgenden Getrieben aber im Hangenden und Liegenden durchgehends 6. Iſt aber das Holz etwa mehr als 6 ſpaͤnnig: So reichen an beyden Orten wenigere zu, wie auch, wenn, nach Beſchaffenheit des feſtern Gebuͤrges, nicht Joch auf Joch, ſondern 4, 5 bis 6 zollige Klotzer darzwiſchen geſetzet werden. Dieſe werden Auftragjoͤcher genennet. Zum erſten Auſtiegen werden dieſe Auftragjöcher mit Klammern an das Hauptjoch, auch wol an diePfaͤhle/ angehalten. Darauf werden zwiſchen ſolche aus dem Liegenden gegen das Hangende bey dem Fahrſchacht Streben von dreyſpaͤn⸗ nigem Holze verlohren, und im Treibſchacht Stuͤcke von 12 ſchuhigten Pfaͤhlen von einem Joch gegen das andere geſetzet. Der Kopf, oder das ſtaͤrkſte Ende die⸗ ſer 34½ Lachter langen Auftragjocher kommt in den Treibſtoß zu liegen, daher im Fahrſchachte zur Gleichwaage kleine Klötzer, wie es die Gerade erfodert, dazwiſchen geſetzet werden.
Hierauf werden im obern Getriebe in beyden Schachtſtoͤßen kleine Wandru⸗ then auf die Haͤethoͤlzer geſetzet o. und o. Fig. IX. a. und b. Zwiſchen dieſe Wand⸗ ruthen, die im oberſten Grtriebe bis unter die Ruſtbaͤume, und in den folgenden bis unter die Tragſtempel reichen, werden drey Strebſtempel p. p. p. wechſels⸗ weiſe, der unterſte aus dem Liegenden ins Hangende, der zweyte aus dem Han⸗ genden ins Liegende, und der dritte wieder aus dem Liegenden ins Hangende ge⸗ trieben. Vor dem unterſten Strebſtempel wird in die Wandruthe im Liegenden ein Buͤhnloch mit dem Zapfenloch eingeſchnitten, darinn der Stempel mit dem Zapfen eingeſetzet wird, am andern Ende bekömmt er eine Schar. Die uͤbrigen Strebſtempel werden an beyden Enden ausgeſcharet. Wo eine Zuforderſtrecke und Fuͤllort bey dem Treibſchacht iſt, wird der mittlere Strebſtempel weggelaſſen.
§. 9.
Wenn nun auch das zweyte Getriebe mit dem Gezimmer, wie das erſte, verſehen, das dritte angeſtecket, Tragſtempel und Hauptgevier zum vierten geleget, und die fähle nieder getrieben worden: So ſetzet man zwiſchen dem Fahr⸗ und Treib⸗ chacht die großen oder Hauptwandruthen mit ihren Strebſtempeln vor beyde Getriebe, Fig. I. h. h. Wo zwiſchen dem Fahr⸗ und Treibſchacht noch ein Trag⸗ ſtempel iſt, da ſtehen ſie auf demſelben, wo nicht, ſo wird zwiſchen die zwey Hauptjoͤcher des dritten Getriebes ein Lager zum erſten Aufſtehen geleget. Das Lager iſt von ſechsſpaͤnnigem Holz 13 Lachter lang, und wird unten zum feſten Aufliegen auf den Jochern gelagert, oben durchaus beſchlagen. Es wird auch wol nur ein Pfoſten 4 bis 5 Zoll dick dazu genommen. Zwiſchen dieſe Wandruthen kommen 7 Strebſtempel g. wovon der untere mit einem Zapfen in die Wandru⸗ the im Liegenden eingeſetzet, am andern Ende ausgeſcharet, und gegen die am Han⸗ genden ſtehende Wandruthe feſt angetrieben wird. Die uͤbrigen werden auch alle am unterſten Ende eingelochet, und am oberſten in der Schar angetrieben. Zum geraden Vortreten vor die Jöcher werden die kleinen und großen Wandruthen an ſolcher Seite 8 bis 10 Zoll gelagert oder beſchlagen, und mit kurzen geſpaltenem Holze ausgepfaͤndet, wie auch bey den Jöoͤchern geſchiehet, das iſt, es wird das Holz dahinter getrieben, daß die Jocher nicht etwas herein gehen koͤnnen. Wenn die Hauptwandruthen durch die Strebſtempel feſt ſtehen: So wird das Lager wie⸗
der weggeſchlagen oder auch wol gelaſſen.
Auf ſolche Art wird mit allen uͤbrigen Getrieben verfahren, der Schacht mag mit den Jahren ſo tief werden, wie er will. Denn von den erſten beyden Tragſtempeln II. Theil. D wird
Tab. II.


