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welche den Bergbau befoͤrdern. 7
geſamt 7 Lachter, die Laͤnge aber wird ſowol in der Grube, als am Tage durch ein Zeichen, oder Ortpflock, oder Lochſtein angezeiget.
Zur Beſtimmung der Tiefe eines Schachts nach dem Seiger, und der Laͤnge eines zu treibenden Stollortes nach der Sohle, wird ebenfalls die Schnur ge— brauchet, indem man damit die Dohnlage im Schachte, auch zum Stollen am Ta⸗ ge miſſet, und aus derſelben und einem mit der Waage gefundenen Winkel mit⸗ telſt trigonometriſcher Aufloͤſung eines rechtwinklichten Dreyecks, den Seiger und die Sohle herleitet, oder aus den dazu berechneten Tabellen nimmt; wodurch denn zugleich ſowol die Zeit als die Koſten in einen ohngefehrlichen Anſchlag gebracht werden koͤnnen. Bey allen uͤbrigen Meſſungen und dem ganzen Bau in der Gru⸗ be wird das Lachter gebraucht, und zwar bey den leztern ein eiſernes Maaß.
Zur Meſſung der Winkel und ihrer Auftragung auf das Papier werden der Haͤngcompaß, und vor deſſen Erfindung der Setzompaß, der Gradbogen mit dem Winkelweiſer und das Zuleginſtrument oder der Transporteur gebraucht, welche ſaͤmtlich ſo bekannt und in ſo manchem Buche beſchrieben ſind, daß ich mich dabey nicht aufhalten darf. Es werden aber die Winkel in der Verticalfaͤche mit⸗ telſt des Perpendiculs an dem Gradbogen, oder mittelſt der allezeit horizontalſte⸗ henden Buͤchſe der Magnetnadel im Haͤngcompaſſe gefunden, da die horizontalen Winkel mit der Magnetnadel beſtimmt werden. In die leztern hat alſo die ſtets veraͤnderliche Richtung der Nadel einen großen Einfluß, die nicht nur zu einerley Zeit an verſchiedenen Orten, ſondern auch an einerley Orte zu verſchiedenen Zeiten, ſehr unterſchieden iſt. Die merkwuͤrdigen Beobachtungen des ſel. Celſius und Herrn Hiorters in den Schwediſchen Abhandlungen lehren ſogar, daß die Abwei⸗ chung der Nadel monatlichen, ja taͤglichen und ſtuͤndlichen, Veraͤnderungen unter⸗ worfen ſey. Von den jaͤhrlichen Veraͤnderungen der Abweichung des Magnets will ich nur aus des beruͤhmten Grahams Aufſatze in Philoſ. Tranſ. N. 487. anmerken, daß die erſten Beobachtungen, die man von der Abweichung der Mag⸗ netnadel zu London gemacht hat, von Anno 1580. ſind. Sie war damals
11 15 weſtlich. Im Jahr 1657. ſtand die Nadel gerade nach Norden, und war alſo keine Abweichung. Anno 1672. fand Halley eine weſtliche Abweichung von 2 30, und Anno 1692. von 6. Anno 1723. aber wich die Nadel, nach Grahams Beobachtung, 14 17 nach Weſten ab, und vom Anfang des Jahrs 1745. bis zu Ende des Jahrs 1747. iſt ſie von 17 weſtlich bis zu 17 40 geruͤ⸗ cket, ſo, daß ſich dieſelbe zu London in 167 Jahren 28 55 von Oſten nach We⸗ ſten bewegt hat. Die Neigung iſt aber in dieſen 2 Jahren faſt beſtaͤndig von 732 ge⸗ weſen. Es iſt alſo kein Wunder, wenn in Angebung der Durchſchlaͤge eines langen Stollens, der von zween oder mehr Orten gegen einander getrieben wird, woruͤber von dem erſten Zuge des Markſcheiders bis zu dem Durchſchlag einige Jahre ver⸗ ſtrichen, und folglich die Zuͤge des Stollens auf dem Riſſe nachzutragen ſind, auch die erfahrenſten Markſcheider fehlen. Es waͤre noͤthig, eine recht accurate Mit⸗
tagslinie zu ziehen, um die Abweichung der Nadel genau zu wiſſen, und dieſe bey ſedem Riſſe zu notiren.
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