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und den Seiger eines recht winkelichten Trianguls zu finden. Aus der Aſtrono⸗ mie hat er einen Quadranten mit Dioptern eingefuͤhrt, und auf das Perpendicul oder das an einem Faden hangende Gewichte in eine dazu gemachte Hoͤhlung den Setzcompaß oder die Magnetnadel geſetzet, daß man mit eins das Streichen und Fallen der Gaͤnge beſtimmen koͤnnen. Es war nemlich damals der viel bequemere und accuratere Haͤngeompaß noch nicht erfunden. Dieſen hat man dem verdien⸗ ten Balth. Roͤßler zu danken, der Anno 1673. im 67ſten Jahre ſeines Alters zu Altenberg in Meiſſen als Bergmeiſter verſtorben iſt. Sein von ihm kurz vor ſei⸗ nem Tode geendigtes ſchoͤnes Werk, Bergbauſpiegel, iſt von ſeinem Enkel, Joh. Chriſtoph Goldberg, Bergmeiſtern in Altenberg, Anno 1700. in fol. heraus gegeben worden, welcher auch in der Vorrede von ſeines Großvaters Verdienſten
um die Markſcheidekunſt handelt.
§ 3. Zu dieſem Balthaſar Roͤßler ſind in der Mitte des vorigen Seculi Peter Markſcheider Heinrich Tolle, Valentin Decker und Daniel Flach, vom Harz nach Altenberg auf dem Hari.
gezogen, welche ſich von ihm im Markſcheiden unterrichten laſſen, und dieſe Kunſt nachher auch allhier auf einen beſſern Fuß geſetzet haben, da die erſten beyden, nem⸗ lich Tolle nach Adam Illing Anno 1662. und Decker Anno 1666. auf dem Clausthal, Flach aber auf dem Zellerfelde Markſcheider worden ſind. Dieſes Flachs Diſcipul war Johann Chriſtoph Buchholz, erſtlich Markſcheider, her⸗ nach Oberbergmeiſter zum Zellerfelde, deſſen geſchicktem Kopfe die Markſcheidekunſt diejenige Richtigkeit zu danken hat, mit der ſie noch jetzo ausgeuͤbet wird.
Von dieſes Buchholzes Schuͤlern ſind folgende zum Clausthal Markſchei⸗ der geweſen: Andreas Jochen Sachſe von Anno 1679. Caſpar Illing von Anno 1686. Jobſt Heinrich Tolle von Anno 1695. Chriſtian Zacharias Koch von 1608. welcher 1712. als Bergdirector nach Strasberg im Stollbergſchen gezogen, Bernhard Ripking, nachheriger Maſchinendirector, Samuel Rauſch, und ſein ihm adjungirter Sohn, Samuel Gottlieb Rauſch. Zum Zellerfelde iſt nach Buchholzen Markſcheider geweſen deſſelben Diſcipul, Johann Jobſt Schrei⸗ ber, der Anno 1755. verſtorben, nachdem er eine Zeitlang in Penſion geſtanden. Auf ihn ſind gefolget Otto Daſſe, Johann Heinrich Eggers, nach deſſelben Tode 1745. der Sohn, Johann Adam Eggers, und als auch dieſer 1748. ver⸗ ſtorben, Auguſt Friederich Ludewig Hagen, der auch nur bis 1751. gelebet, und C. C. Elſter. Dieſem fuͤge an, daß das Markſcheiden bey dem St. Andreasberg⸗ ſchen Bergwerke von den Clausthalſchen Markſcheidern bis Anno 1715. mit ver⸗ richtet worden. In dieſem Jahre hat ſolches der Oberbergmeiſter zum Claus⸗ thal, Andreas Leopold Harzig, als Geſchworner zum St. Andreasberge uͤber⸗ nommen, bis Anno 1721. da derſelbe aufs Clausthal befördert worden. Anno 1721. hat man einen eigenen Markſcheider zum St. Andreasberge geſetzet, Jo⸗ hann Thomas Sartorius, dem Anno 1739. Johann Andreas Glaͤſener, und Anno 1750. Julius Auguſt Seidenſticker, nachgefolget ſind.
Von Valentin Deckern iſt Nicolaus Voigtel, nachmaliger Zehntner zu Mansfeld, ein Diſcipul geweſen, welcher nachher zu Marienberg ſich noch mehr bey dem alten Schneider geuͤbet, und durch die beſtaͤndige Praxin in den Stand geſetzet worden, ſein Buch heraus zu geben, darin er den Gebrauch des Haͤngcom⸗ paſſes dem Publico mitgetheilet, der ſonſt nur den Markſcheidern bekannt geweſen. Man glaubt, daß ihm ein Manuſcript vom Markſcheiden zur Verfertigung ſolches Buchs viel geholfen, und dieſes wird Balthaſar Roͤßlers Schrift geweſen ſeyn, da in der Vorrede zu deſſelben Bergbauſpiegel ausdruͤcklich geſagt wird, daß deſſelben
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