110 Vorbericht. an dieſem einſamen Orte in den vorgefallenen Nebenſtunden, welche mit muͤßig
gehen zuzubringen, oder mit unnuͤtzem Zeitvertreib zu verſpillen, mir nicht ge⸗
geben iſt, nachgefolget, zumahl jenes ſcharfſinnigen alten Romers Ausſpruch wahr befinde: Otio, qui neſcit uti, plus negotii habet, quam cum eſt ne- gotium in negotio. Daß ich aber dabey in meinen ſaͤmtlichen obliegenden Amts⸗ geſchaͤften nichts verſaͤumet, daruͤber kann ich mich auf das Zeugniß der hieſigen ganzen Bergſtadt berufen. 33 w ee Letzlich haben wir GOtt zu danken, daß er immer Bezaleels erwecket, und Leute mit ſolchem Verſtande, Weisheit und Geſchicklichkeit baaber, dadurch, wie das Gewerbe bey andern zur Aufnahme des gemeinen⸗ zeſens dienlichen Stucken, als auch der Nutze des Bergwerks kann befodert und verbeſſert wer⸗ den. Deſſen Gnaden Obhut ich den geehrteſten Leſer, mich aber ſeiner Gunſt empfehle e es dei: Alrnah auf dem Harz, 362 24 1s Gen. en 6. Sept. 1763. 3 Henning Calvoͤr, Prediger auf der Abnial ehntfürſte freyen Bergſtadt
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Inhalt des erſten Theils.
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Dir Inhalt der abgehandelten hiſtoriſchen Nachricht und Beſchreibung des Ma⸗
ſchinenweſens bey dem Bergbau auf dem Oberharze beſtehet in zwey Theilen. Der l. Theil.
Handelt von den Maſchinen und Huͤlfsmitteln, dadurch die Hinderniſſen bey dem
Bergbau aus dem Wege geraͤumet werden, in zwey Capiteln. Das I. Capitel. nufi
Handelt von den Maſchinen, welche die von der Luft, hier Wetter genannt, her⸗
ruͤhrenden Hinderniſſe bey dem Bergbau aus dem Wege raͤumen, hat 3 Abtheilungen.
Die 1. Abtheilung handelt von den hier ſogenannten Treckwerken. 47
Die 2. von den Windſchaͤchten und Luftloͤchern.
Die 3. von dem Hinblaſen der friſchen Luft, und Wegziehen der ſtehenden Luft und Wetter.
— Das lII. Capitel. Handelt von den Maſchinen und Huͤlfsmitteln, womit die bey dem Bergbau von dem Waſſer in den Schaͤchten und Gruben herruͤhrenden Hinderniſſe uͤberwunden, und aus dem Wege geraͤumet werden. Hat 3 Abtheilungen.
Die 1. Abtheilung handelt von den Stollen und deren Bau.
Die 2. von den Waſſerkuͤnſten, deren Bau, und ſaͤmmtliche Stuͤcke derſelben nach ihren Maſſen und Beſchaffenheit beſchrieben werden, und ferner von dem Vermoͤgen einer Kunſt mit ausgerechneten Tabellen.
Die 3. von dem Aufſchlagewaſſer auf die Kuͤnſte, und Beſchreibung der alten und jetzigen Art, Teiche zur Sammlung und Erſparung der Waſſer zu bauen. Von dem Bau der Teiche in Meiſſen und Boͤhmen, und von dem großen Oderteiche zu den Sanct Andregs⸗ bergiſchen Bergwerken, deſſen Damm mit Sand und großen Steinen vorgerichtet iſt. Die⸗ ſe hat zwey Unterabtheilungen.
Die 1. handelt, nach beſchriebenen Grabenbau zur Ableitung des Waſſers aus den Tei⸗ chen an die gehoͤrigen Orte, von denen Vorrichtungen und Maſchinen, die Waſſer zu erſparen, oder dem ſich begebenden Waſſermangel zu Huͤlfe zu kommen, was zu dem Ende vor mancherley Maſchinen von 100 Jahren vorgeſchlagen, und was vor Verſu⸗ che bisher geſchehen.
Die 2. handelt davon, wie man vor 28. Jahren dem Waſſermangel auf den Clausthali⸗ ſchen Hauptzuͤgen durch eine lange koſtbare Waſſerleitung, vermittelſt Ausfuͤllung eines langen und breiten Thals zwiſchen zwenen Bergen, ſo viel zu dieſem Zweck noͤthig, durch einen daruͤber gemachten breiten und hohen Damm abgeholfen.
Vorbericht.


