an beyden Orten erfochten worden. Denn der große Roͤmiſche
Lib. 4. ofße. Burgermeiſter ſagt aus der erfahrung: Parvi ſunt foris a-
ma, niſi eſt conſilium domi. Dieſe iſt der Grund, daß durch Ew. Majeſtaͤt vermittelſt des Beyſtandes des Allmaͤch⸗ Eſ 22,4. tigen, die Schwerdter in Pflugſcharen, die Spieße in Sicheln, Eiſen und Bley in Oliven, die Kriege in Lorbeern verwandelt, denen alles ruinirenden blutigen Kriegen geſteuret, und in allen Welttheilen, wo der Krieg ſein Lager aufgeſchlagen Tehabe Frie⸗ de und Ruhe zuwege gebracht worden.
Dis iſt eine ſolche ruhmvolle Sache da Ew. Majeſtit ih⸗ ren ſiegreichen Waffen, dadurch ſie ihren Feinden furchtbar und reſpectabel geworden, den ſuͤßen und alles erquickenden Frieden
oorziehen, davon ein Roͤmiſcher Staatsmann und Geſchichtſchrei⸗
Lie lbr z6. her ſagt: melior tutiorque eſt certa pax, quam ſpe- rata victoria, haec in tua, illa in Deorum manu eſt.
Welcher gemachte Friede das Gebluͤt aller redlichen und getreuen Unterthanen fuͤr Freuden wallend, und die Stimmen jauchzend gemacht, deſſen Genuß nach ſo langen angehaltenen Kriegen ſich
beſſer empfinden, als mit einer menſchlichen Feder hinlänglich be⸗ ſchreiben laͤſſet, wenn auch gleich die beruͤhmſten griechiſche und lateiniſche Redner ein Demoſthenes und ein Cicero die Fe⸗
dern dazu ſchaͤrfen. Daher wenn jener Poet die Gluͤckſeligkeit
des Friedens in die Kuͤrze faſſen will, ſo iſt davon ſein Ausſpruch:
Sas Waie Pax Optima rerum quas homini noviſſe datum eſ.
Wenn denn der Herr, wider welchen keine Weisheit kein 3 2.“ Verſtand, kein Rath hilft, den Koͤnigen den Sieg giebet, und
alſo der Sieg vom HErrn koͤmt„ wenn der Beherrſcher aller Dinge die


