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Mineralogische Tabellen : mit Rücksicht auf die neuesten Entdekkungen / ausgearbeitet und mit erläuternden Anmerkungen versehen von Dietrich Ludwig Gustav Karsten
Entstehung
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VIII. Vorrede. ken? und diels war die gewöhnliche Eintheilung der Lava bei den Deutſchen. MIEL ud GroOENI find zwar lehr reichhaltig an Lavan-Arten, aber auch bei denen v ſtilches Prinzip ob, welches fie verfolgten.

Meine eigentliche Uberzeugung geht dahin, daſs die ächten Vulkaniſchen Gebirgsar

phiſch, nach Verſchiedenheit der auf dem Erdboden verbreiteten feuerſpeienden Berge werden müſſen, und dann wieder die Laven vom Hecla, Aetna, Velſuv, Bourbon, Teneriffa etc. nach fol-

chen Principien zu behandeln find, welche die Natur der verſchiedenen Ausbrüche eines mit fich bringen. Denn die Lava iſt kein ſelbſt'ſtändiges Foſſil*). Es find vorhanden gewel

en einzelnen

e, durch das

vulkaniſche Feuer, und hinzugetretene Materien, veränderte Foſfilien. In der Regel werden« die Hecla- Laven ganz anderer Art ſeyn, als die Acina-Laven; es wäre denn, daſs zufällig der Hecla eben folche Foflilien zu bearbeiten gehabt hätte, als der Aetna. Für jezt habe ich von meiner Idee noch keine An-

wendung gemacht, fſondern bei der Eintheilung hauptſächlich auf Véſuwiſche Laven Rückſicht dem an den übrigen Vulkanen ſolche Beobachtungen noch durchaus mangeln, als Hr. Buon fie von Veluv angeſtellt hat. Auf dieſe begründet fich die hier aufgeſtellte Eintheilung, und das Publikum wird in einiger Zeit weitere Aufſchliſſe darüber durch den Abdruck der Briefe erhalten, welche der genannte Geognoſt bereits über den Veſuv ausgearbeitet hat. An der dabei gebrauchten Nomenklatur bitte ich kein Argernils zu nehmen. Es find vorläufig entworfene Benennungen, damit nur die Verſchiedenheit der Sache ausgedriickt würde. Ich gebe fie gerne auf, wenn beſſere in Vorſchlag gebracht werden.

Die Geburtsorte und Gegenden in der vierten Colonne der Tabelle ſind deshalb hinzugefügt, weil da- durch über die Eintheilung felbſt, etwas mehreres Licht verbreitet wird. Die Quellen dazu finden fich theils bei den zu Anfang des lezten Abſchnitts dieſer Vorrede angegebenen Schriftſtellern, theils in den Werken eines SAUSSURE, DoLOMIEU, FAUJAS DE SGT. FoNp, v. CHARPENTIER, v. TREBRA, LESRKRE, NosE, PALLAS, GEORGI, GMELIN, HERRMANN, SGOCHANGIN, FoRSTER, BoUGuER, MoIINA, SoHöFF, EBELING, DOBRITZHOFER, KAMPEER, OLOFSEN und PovELSEN, PAUT EGnpzx, LABATY, TIEETHALER, DUHaALDE etc. Denn wenn gleich dieſe Männer unter anderen Geſichtspunkten beob- achtet und beſchrieben, als die jezt aufgeſtellten geognoſtiſchen find; fo find fie doch mit einiger Auf- merkfamkeit, und unter Vergleichungen füglich zu benuzzen. Mehrere noch ungedruckte Data erhielt ich auch von meinen Freunden HAwKXINsS, v. HuMBOILD und v. Buo mitgetheilt, an welche ich meine wenigen eigenen Beobachtungen deſto befſer knüpfen konnte. 5 1 Man erwarte nun aber nicht, daſs alle Geburtsorte einer jeden Gebirgsart angegeben find. Ich bin theils bei den ausgezeichneteren ſtehn geblieben, theils habe ich ganz von einander entlegene gewählt, um dadurch anſchaulich zu machen, daſs die Gebirgs-Formationen, ſo weit es ſich jezt beurtheilen läſst, über der ganzen Erde, nach gleichen Geſezzen verbreitet find.. Mier und da findet man nur einige wenige Geburtsorte genannt, wenn keine ſichere Nachrichten von mehreren vorhanden waren. Zuweilen find ganze Formationen zulammmen genommen;(und diels iſt durch eine Klammer angegeben) in der Regel find ſie fur jede Art beſonders aufgeführt, wenn ſich dieſs thun laſlen wollte. 1

Dals hiebei noch künftig ſehr viele Verbeſferungen zu machen ſeyn werden, bezweifele ich im ge- ringſten nicht: wie denn überhaupt die ganze geognoſtiſche Tabelle nur als der erſte Verſuch einer folchen

Ssenommen, in-

Arbeit zu betrachten iſt, der in der Folge, nachdem nun einmahl ein feſter Geſichtspunkt aufgeſtellt iſt,

den man zu prüfen und zu verfolgen hat, ſehr häufige Berichtigungen erfahren wird und muſs. Eben dadurch wird aber die Wiſſenſchaft empor kommen, und das iſt mein Zweck! 2 Blerlin den 3. Mai 1800.

») Deshalb findet man auch in meiner oryktosnoſtiſchen Tabelle keine Lava mehr aufgeführt.

KARSTEN.

Verbefferungen.

Seite 23;, Zeile 14, leſe man: 3,08 Kalkerde, anſtatt: 308 Kalkerde, - 25,- 14, lefe man: 20,00 Thonerde, anſtatt: 20 Thonerde.

4⸗.. d. 67, 4te Colonne, Zeile 13, von unten, leſe man: Neue Kammeni, anſtatt: Santorini.

* 12 1f

- 27, 9, von unten, leſe man: 46,00 Kieſelerde, anſtatt: 46 Kieſelerde. - 27) 2, von unten, leſe man: 3,00 Eiſen, anſtatt. 300 Eiſen. - 290,- 8, von unten, leſe man: 12, 81 Kieſelerde; 13,25 Talkerde, anſtatt 1227 Kiefelerde: 33,25 Talkerde. - 29; 7, von unten, leſe man: Sauffure, anſtatt: Sauſſiere. - 29, 6, von unten, leſe man; der Phyſ. anſtatt: i. Phyſ. 35,- 15, leſe man: mit 1-12, anſtatt: mit. - 37,- a, von unten, leſe man: Strontianerde, anſtatt: Strontianſäure. 1 - 39,- 1, leſe man: 78,00 Baryterde, anſtatt: 78,00 Schwererde. * 2339, 6, leſe man: 16,00 Baryterde, anſtatt: 60,00 Baryterde. - 39,- 1, von unten, leſe man.§. 90, anſtatt: S. 90. - 51,- 5, von unten, leſe man: Molybdaenfäaure, anſtatt: Molybdaerſäure. L 55, von unten, leſe man: Phyſ. Arbeit. der Einträcht. Freunde in Wien, I. 1. S. 59. anſtatt: Phy.

t, bei der Gröſse der Kryſtalle, zwiſchen ſehr grofs und mittler Gröfse die Abſtufung grofſs ausgelaſſen.

I. Die