Teil eines Werkes 
Textbd (1824) Reise zum Tempel des Jupiter Ammon in der lybischen Wüste und nach Ober-Ägypten in den Jahren 1820 und 1821. Textbd
Entstehung
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zwar keine Städte, aber doch bleibende Wohnungen, die sie Mapalia nennen; ihre Lebensart ist dürftig und genuſslos, Milch und Wild die gewöhnliche Nahrung; denn die Heerden, der einzige Reichthum, werden möglichst verschont. Noch weiter im Innern verwildern die Menschen immer mehr; unstät den Heerden folgend, schlagen sie ihre beweglichen Hütten da auf, wo die Weide es nöthig macht u. s. w.(Orae sic habitantur, ad nostrum maxime ritum moratis cultoribus. Proximis nullae quidem urbes stant, tamen domicilia sunt, quae mapalia appellantur, victus æsper et munditiis carens, gregibus, quia id Solum opimum est, quoad potest parcittr. Interiores etiam incultins sequunntur vagi pecora, utque a pabulo duota sunt, ita se et tuguria sue promovent eto.) Mehrere der Kap. III. und IV. für Graber erklärten Ruinen dürften sonach Reste befestigter Landsitze seyn, worauf auch einige bei Ptolemäus vorkommende Namen zu führen scheinen; da man in solcher Nach- barschaft beständiger Angriffe der Nomaden gewärtig seyn muſste. Die zahlreichen unter- irdischen Gemächer brauchen nicht nothwendig blos zu Katakomben gedient zu haben, sondern konnten auch zum Aufbewahren der Vorräthe, und in diesen brennenden Gegen- den, selbst als Gegenstand des Luxus, zum kühleren Aufenthalt während der Sommer- monate, unentbehrlich seyn. Bemerkt man doch selbst zu Rom, 2. B. in den Bädern des Titus, unterirdische Gemächer, deren Anlage nur diesen Zweck gehabt haben kann(oben Kap. III. S. 45.).

Auf der Karte ist übrigens statt Konischa, zu lesen: Koreischa; statt Mougar

el-Dokar, Mongar el-Dokar; und durch die Art der Schattirung ist der Bahr-

Belà-Ma scheinbar etwas schmäler geworden, als er hätte seyn sollen, da seine Breite von Rand zu Rand an anderthalb deutsche Meilen beträgt, und blos ein unbedeutender Sandrücken, der aber hier das Anschen eines Berges erhalten hat, denselben von dem Thale der Natronseen trennt.

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