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In der kurzen Erzählung der Reise nach Ober-Aegypten sind die mit- geiheilten sicheren Data zur Bekämpfung jener, von den meisten Archäo- logen mit unbegreiflicher Vorliebe gehegten Ansicht benutzt, welche die Errichtung selbst der jüngsten ägyptischen Denkmäler, gegen das Zeugnils der Inschriften, der Geschichte und des Augenscheins, in fabelhafte Jahr- tausende zurück versetzt. Allein was ich nur gelegentlich und in kurzen Bemerkungen andeuten konnte, ist inzwischen durch Herrn LETRONNE, welchem die Umsicht und Gründlichkeit seiner Forschungen den ersten Rang unter den ausgezeichneten Gelehrten Frankreichs anweist, in den reichhaltigen Recherches pour servir à l'histoire de l'Egypte pendant la domi- nation des Grecs et des Rtomains, Paris 1823., auf eine Art geleistet worden, die jene leichtgläubigen Annahmen für immer in das Reich der Träume verbannt. Er hat durch dieses Werk seinem Vaterlande den Ruhm gesi- chert, die ägyptischen Denkmäler nicht blos auf das glänzendste bekannt gemacht, sondern auch den einzigen Weg zur Erklärung derselben zuerst betreten zu haben. Zwar mögen allerdings nicht wenige Monumente noch aus dem Zeitalter der Pharaonen herrühren, wie man dies, um der uralten Pyramiden, Obelisken und Kolosse hier nicht zu erwähnen, von dem Mem- nonium zu Abydos, dem Grabe des Osymandyas und fast allen Mausoleen, dem Tempel zu Karnak, den ursprünglichen Theilen des Gebäudes zu Luxor, den Granitresten zu Bobait und anderen Werken mit Sicherheit behaupten darf. Aber wie konnte man sich überreden, die Ptolemäer hätten ihre Namen blos auf schon vorhandene Denkmäler gesetzt? Fast im ganzen römischen Gebiete seyen den ägyptischen Gottheiten Tempel erbaut, nur nicht in Aegyp- ien selbst? Während dies Land seiner alten Religion fanatisch ergeben, der Sitz eines unermeſslichen Handels, durch innere Production blühend und
reich, und die vor allen begünstigte Provinz des Imperiums blieb, an deren


