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Apis. (Biene.) Latr.
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Honigbiene. 21

Bald entschwinden sie aber den Blicken und lassen sich, selbst wenn man darunter schieſst, nicht abhalten, ihre Freiheit zu suchen und nun zu verwildern. Réaumur nennt einen mittelmäſsigen Schwarm 12,000, sahe aber auch bis 40,000. Da die 5 auf 3 Tage Provision mitnehmen und so- gleich Zellen bauen, so kann auch das(alte) g in einem Vorschwarm sogleich legen, und auch bald, da die Bevölkerung des Stockes gesichert ist, wieder schwärmen. Pas g in einem Nachschwarm da- gegen ist noch unbefruchtet und fliegt daher gleich den nächsten Tag(den 5ten nach ihrer Geburt, nämlich 2 3 Tage als Gefangene in der Zelle, 1 Tag im Geburtsstoek und 1 Tag im neuen) nach suchend aus, und legt 46 Stunden nachher. In der neuen Wohnung bauen sie zuweilen in 24 Stun- den eine Wabe von 20 Länge und 7 80 breit, und in 5 6 Tagen ist der halbe Stock gefüllt().

Im Winter() sind die Bienen keinesweges erstarrt, wie einige meinen, sondern sie drücken sich nur so dicht aneinander, daſs in einem gut bevölkerten Stock, selbst wenn drauſsen das Thermometer unter 0 ist, noch+ 24 250 R. ist. Im Frühling bei schönem Wetter fand Huber(²) bei ihmen + 27 29(¹). Wehe ihnen aber, wenn sie im Winter, durch eimelne warme Sonnenstrahlen her- ausgelockt, ermüden, und sich auf den Schnee niedersetzen. Lälst sich ihr Ausflug nicht vermeiden, so legt man wohl vor dem Bienenhause Matten über den Schnee, damit sie nicht gleich erfrieren. In Gegenden, wo der Frost anhaltend ist, brauchen sie über Winter wenig Honigz zur Mahrung, wo das Frostwetter aber öfters unterbrochen wird, da werden sie oft sehr lebendig und müssen gute Vor- räthe haben, ein guter Schwarm ctwa 12 Pfund(*). Pie sogenannte Fyiihlings- Meuision, d. h. das Oeffnen der Stöcke in warmen Mittagsstunden, das Reinigen vom Schinnnel, Enifernen todter Bienen etc. nimmt man schon Anfangs März vor, denn wenn nicht zu strenge Kälte, Weisellosigkeit ete. herrscht, wird bei uns oft schon Anfangs März Brut eingesetzt. In Krankheiten verfallen sie nach einem ungewöhnlichen Winter, bekommeu namentlich Piarrhöe. Auch die sogenannte Fnulbrut oder Pienenpest, welche sich durch Anfaulen der Brut und durch einen sich verbreitenden fauligen Ge- ruch äuſsert, entvölkert oft ganze Stöcke.

Feinde haben die Bienen, wie andere fliegende Insecten, an vielen Thieren, besonders Vögeln (G. B. Crünspecht, Schwalben, Meisen etc.) die sie wegfangen, und kleinen Säugethieren, die in ihre

reisende Zeidler damit ab. Huber empfiehlt fär diese Tucht besonders seine rüches en Feuillets(p. 348.), namentlich würde man die Bienen dadurch zu vermehrter Wachsbereitung antreiben können, indem man immer zwischen je 2 volle Kästchen ein leeres stellte, so dals sie in 2 3 Wochen 6 neue Waben bauen würden(p. 356.) In wärmeren Climaten könnte man das noch viel weiter treiben. Bosc erhielt schon auf gewöhnliche Weise in Carolina von einem wild einge- fangenen Schwarm bis zum Ende des Jahres 22 Schwärme, Noch mehr steigert sich dies in Cuba's blüthenreichen Wäl, dern, wohin einst alle Bieuen aus Florida geflogen sein sollen(25 Lieues(Fé6burier a. a. O. p. 94.)

() Kirby und Spence p. 193.(5) a. a. O. F. 313.

*) Das verständige Einweitern der Bienen ist ebenfalls ein wichtiges Capitel für den Zeidler. Diesem muſs die Herbstrevision vorhergehen, welche mittelst der Waage entscheidet, ob ein Stock unter 25 Pfund Inhalt hat(dann wird er abgestoſsen oder erhält vielleicht noch eine Aussteuer durch Füttern mit reinem geseimten Honig oder durch Finsetzen einiger Honigtafeln) oder ob er mehr hat(ein Ausständer ist). Durch die Vereinigung(Copulation) vereinigt man zwei schwache Bienenvölker durch Rauch oder Austrommeln(des Abends) zu einem starken(s. Ersch u. Gruber Th. X. F. 128).

**) Réaumur(Mem. T. V. p. 672.) fand bei starker Bewegung der Bienen, die entweder von selbst oder durch

einen äuſsern Reitz hervorgebracht war, die Temperatur so erhöht, daſs das Glas der Wände, welches vorher sich kalt

anfühlte, jetzt so warm geworden war, als wenn es am Fener gewesen wäre, ja daſs sogar das Wachs sich erweichte.

**) Hunter(Philos. Nr. J. 1792.) fand, daſs ein Stock vom 10. November bis 9. Februar 72 Unzen 1 4 Drachmen

verlor. Sie zehren zuerst aus den untern Zellen und gehen an die obern erst zuletzt, wahrscheinlich weil in diesen der

(im Frühling gesammelte) Honig sich länger hält 4 4