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Apis. (Biene.) Latr.
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16 ApPIs MhILLIPICA.

den 4 1787 wurden die in 6 Schwärmen fast zur selbigen Stunde massacrirt. Die warfen sich auf sie, ergriffen sie bei den Fühlern, den Füſsen und Flügeln, und, so wie die unglücklichen, die wahrscheinlich schon durch die Begattung geschwächt und zur Gegenwehr untüchtig wurden, zumal ihnen der Stachel fehlt, der Stich eines Slachels zwischen den Bauchringen getroffen hat, breiten sie die Flügel aus und slerben. Den nächsien Tag geht es wieder los und selbst diejenigen, die sich in andre Slöcke flüchten, werden meist geiödtet. Selbst die etwa noch in den Zellen steckenden Pup- pen(6) der werden von den P herausgerissen und vor den Stock geworſen(wo man überbaupt alle Ermordeten, zuweilen noch halb lebend, findet). Den dritten Tag schienen schon keine mehr da zu seyn. Mur in den Stöcken, wo das 2 fehlt, werden sie geduldet und finden in solchen selbst eine sichere Zuflucht, wo man sie dann noch bis in den Januar findet(à). Auch scheinen sie unter eini- gen andern Umsländen geduldet zu werden, wo nemlich zu spät befruchtete g sind, und wo nach Huber eierlegende* sind. Es kommt nemlich vor, dals das L zu spät befruchtet wird(s. unten, wo auch von den eierlegenden die Rede ist). Huber theilt uns wieder in Hinsicht des Eierlegens die wunderbarsten Dinge mit: Das 9 fängt 46 Stunden nach der Begattung damit an, und fährt 11 Monate fort nur Fier der zu legen, und legt dann erst Pier der g, wenigstens 2000, daher(gran- de ponte de mdles) G?). Von der ersten Hälfte des November bis zum April pausirt es(). Réau- mur beobachtete schon, was Huber sagt, dals es die grolsen Mronent) und kleinen(Arbeiter.) Zellen recht gut dabei zu unterscheiden wisse. Die 5 sollen sogar die Eier, welche in falsche Zellen gera- ihen sind, auffressen. Huber zwang einst ein 2 seine 5 Fier in Zellen abzulegen; es zögerte lange und suchte immer noch andere(à). Im 3ten Briefe 6) erzählt Huber, daſs das g, wenn es schon in den ersten 14 Tagen seines Lebens befruchlet wurde, Eier der 5 und legte, wenn die Befruchtung aber bis auf den 2281en Tag verzögert wurde, es dann nur(***) Eier der legte(Wun- derbar!). Ein 2 war im Juni 30 Tage lang eingesperrt und wurde dann befreit. Es kam befruchlet zurück und legte vom Anſfang des Juli bis in die erste Hälfte des November Eier der und fing im nächsten April wieder damit an. Aber die verlielsen sie und tödteten sie den 2. Legl ein solches Q bloſs EFier, so unterscheidet es auch nicht groſse und kleine Zellen und es kommen nachher groſse und kleine q aus. So wie das g die grande ponte de mdles beginnt, fangen aus einer Iiai- Son Secrette die 5 den Bau der 2 Zellen an, 16 an der Zahl, auch wohl 20 27(4), gewöhnlich am 20sten oder 21sten Tage. So wie sie 2 30 Höhe erreicht haben, legi das g hinein(päler würde es mit dem Hinterleibe nicht mehr hinein kommen), aber nicht alle Tage. Je mehr das 9 mit dem Fierlegen ſertig wird, desto dünner wird der Hinterleib und dann erst ist es so beweglich, dals es mit einem Schwarm abziehen kann. Wir fanden die Eier fast 1 lang, aber kaum z breit,

() Huber a. a. O. p. 206.() Huber æ a. O. Fp. 118.(5) a. a. O. p. 128. 66) p. 101.

() Man sagte uns, daſs in den Stöcken, wo die Drohnenbrut bis in den Winter bliebe, meistens Raubbienen ent- ständen.

() Die grande ponte de mdles können nur wenigstens 11 Monate alte g besorgen. Sind sie jünger, so können sie nur* Pier legen, so z. B. wird ein im Frühling ausgekommenes 2 im nächsten Sommer höchstens 50 60 q Eier legen (Huber p. 284.). Wie verträst sich aber damit das Factum, dessen auch FéPurier(a. a. O p. 95.) erwähnt, daßs ein junger Schwarm(der doch vom alten 9 angeführt wird) schon nach 4 Wochen einen Ableger bringen kann, wo

also alle Arten von Fiern gelegt seyn missen 5

(**) Schirach hatte, aber ohne den Grund zu wissen, auch einst ein O das nur q Fier legte. Er verbesserte sei- 8

nen Stock dadurch, daſs er ein andres 2 hineinsetzte, das auch 5 Fier legte.

(1) Bei uns zu Lande dürften selten über 10 O Zellen in einem Stock sich finden.