Erklärung der Abbildungen.
Tab. 1. Fig. 1. Ein Stück einer geſunden Lunge vom Rind⸗ viehe; a. Oberfläche der Lunge, b. Schnittfläche. Die Rindslunge iſt aus zahlreichen einzelnen Lappen zuſammengeſetzt, welches beſon⸗ ders auf ihrer Oberfläche(a.) ſichtbar iſt. Fig. 2. Ein Stück einer durch die Lungenſeuche krankhaft veränderten Rindslunge; ihre Ober⸗ fläche a. b. b. iſt mit einer dicken Lage einer gelben, ſpeckigen Maſſe bedeckt; auf der Schnittfläche erſcheint das Gewebe dunkel von Farbe, c. c., und die ganze Maſſe wird von gelben Adern d. d. d. durchzo⸗ gen. Fig. 3. Durch a. a. iſt ein, bei der Lungenſeuche durch den Bruſtlappen oder Triel zu ziehendes, Eiterband dargeſtellt; bei b. b. befindet ſich ein ſolches an der Seite der Bruſt; der Kreis d. bezeichnet umfang und Stelle, an der bei der Lungenſeuche ſcharfe Einreibungen gemacht werden. Fig. 4. Eine Haarſeilnadel zur Application von Eiterbändern bei der Lungenſeuche; Fig. 5. dieſelbe Nadel von der Kante beſehen.
Tab. II. Fig. 1. In einem Glaſe befindliche Milch, auf deren Rahm a. ſich indigoblaue Flecken befinden, b. b. c. e., welches den Fehler der ſogenannten blauen Milch darſtellt; d. Rand des Gefäßes. Fig. 2. Die Milchzähne eines Lammes von drei Wochen; Fig. 3., die Milchzähne eines einjährigen Lammes; der obere Rand jedes Zahnes bildet eine Spitze, a. Fig. 4. Schneidezähne eines Lammes von acht⸗ zehn bis zwanzig Monaten; die beiden mittelſten Zähne a. a. ſind neue oder bleibende Zähne; Fig. 5. Schneidezähne eines drittehalb⸗ jährigen Schafes; die vier mittelſten Zähne a. a. a. a. ſind neue Zähne. Fig. 6. Schneidezähne eines viertehalbjährigen Schafes; die ſechs mittelſten Zähne a. a. a. a. a. a., ſind gewechſelt und neu; b. Krone des Zahns; c. Hais deſſelben; d. Wurzel deſſelben. Fig. 7. Schneidezähne eines fünftehalbjährigen Schafes; alle acht Schneide⸗ zähne ſind jetzt gewechſelt, und ein ſolches Schaf heißt ein Achtſchauf⸗ ler oder Vollſätzer. Fig. 8. Schneidezähne eines ſechſtehalbjähri⸗ gen Schafes. Fig. 9. Schneidezähne eines ſiebenjährigen Schafes; die Kronenränder der beiden mittelſten Zähne a. a. ſind ſchartig ge⸗ worden. Fig. 10. Schneidezähne eines achtjährigen Schafes, wo⸗ von ſchon mehrere Zähne ſchartig ſind. Fig. 11. Schneidezähne eines neunjährigen Schafes, wo die Kronen der vier mittelſten Zähne a. a. a. a. tief ausgebrochen erſcheinen. Fig. 12. Schneidezähne eines zehn bis zwölfjährigen Schafes, bei welchem die Zahnkronen faſt alle bis zur Wurzel abgebrochen ſind.
Fig. 13. a. Stollſchwamm beim Pferde; b. zeigt die Stelle an, an welcher unter Umſtänden ein Einſtich gemacht wird. Fig. 14. Stollſchwamm mit den zu ſeiner Kur unter Umſtänden zu brennenden Strichen. Fig. 15. An der Stelle a. und in dem Um⸗ fange bis zu der punktirten Linie werden grüne Seife oder Fett bei der Kur des Stollſchwamms eingerieben. b. Ellbogenſpitze. Fig. 16. Form der Infuſionsthiere, welche die blaue Milch darſtellen, ſtark vergrößert.
Tab. III. Fig. 1. Vorderfuß eines Pferdes mit einem Knie⸗ ſchwamm, bei a. Fig. 2. Vorderfuß mit Sehnenklapp am untern Theile, bei a. Fig. 3. Vorderfuß mit ſtarkem Sehnenklapp, bei a. a. Fig. 4. a. Beugeſehne des Kronenbeins; b. Beugeſehne des Hufbeins; c. Beugeſehne des Feſſelbeins. Fig. 5. Richtung der beim Seh⸗ nenklapp zu brennenden Striche. Fig. 6. Anſicht und Lage der Sehnen am hinteren Rande und unterem Theile des Vorderſchen⸗ kels des Pferdes; a. unteres Ende der abgeſchnittenen Sehnen des Kronenbeinbeugers; b. b. Beugeſehne des Hufbeins; d. Hakenbein der Knieknochen, hinter deſſen Aushöhlung die genannten Sehnen weg⸗ gleiten. Fig. 7. Unteres Ende des Hinterſchenkels mit Piphacke, bei a. Fig. 8. Dieſelbe Figur mit, behufs der Kur gebrannten, Punkten.
Tab. IV. Fig. 1. Der Magen eines Schafes, von ſeiner obe⸗ ren Fläche geſehen. a. linke Abtheilung des Panſen oder Wanſtes, b. rechte Abtheilung deſſelben. c. Haube oder Netzmagen. d. Blät⸗ termagen,(Buch, Pſalter). e. Labmagen. f. unteres Ende des Schlundes, welcher in die linke Abtheilung des Panſen einmündet. g. Anfang des Zwölffingerdarms, welcher am hinteren Ende des Labmagens ſeinen Anfang nimmt. Fig. 2. Die vorige Figur, auf⸗ geſchnitten. a. Unteres Ende des Schlundes; es befindet ſich an demſelben eine eingeſchnittene Oeffnung, in welche mehrere Sonden eingeführt ſind, um durch ſie verſchiedene innere Oeffnungen an⸗ ſchaulich zu machen. m. Gang des Schlundes, welcher zur linken Hälfte des Panſen führt. c. d. d. Innere Fläche des Panſen. e. Gang des Schlundes zur Haube. f. Innere Fläche der Haube. g. Oeffnung zwiſchen Haube und Blättermagen. h. Innere Fläche des Blättermagens. i. Oeffnung zwiſchen dem Blättermagen und dem Labmagen. k. Innere Flaͤche des Labmagens. I. Anfang des
Zwölfingerdarms. n. Der ſogenannte Pförtner. o. Oeffnung zwi⸗ ſchen Panſen und Haube. Fig. 3. Ein Rind, an welchem die linke Bauchſeite aufgeſchnitten iſt, um die Lage des Panſen zu zeigen. a. Rechte, b. linke Abtheilung des Panſen. c. Ein Theil der dün⸗ nen Gedärme. d. d. d. Durchſchnittene Theile der Bauchmuskeln. e. e. e. Zurückgeſchlagene Haut. f. Die punktirte Linie deutet die Lage der linken Hüfte an.
Tab. V. Hinterer Theil eines Rindes von der linken Seite, zur Darſtellung der Stelle, an welcher der Panſenſtich zu machen iſt. a. Querfortſätze der Lendenwirbel. b. Hinterer Rand der Rip⸗ pen. c. Hüfte. d. Ort des Einſtichs. Fig. 2. a. c. Richtung der vorderen Linie, längs dem hinteren Rande der falſchen Rippen. b. c. Richtung der hinteren Linie über die Hüfte. c. Ort des Ein⸗ ſtichs. Fig. 3. Trokar beim Rindviehe, in natürlicher Größe. Fig. 3. a. Stilet des Trokars, ohne Hülſe. Fig. 3. b. Hülſe, ohne Stilet. Fig. 3. c. Obere Platte der Hülſe. Fig. 4. Kno⸗ chen des unteren Theils vom Vorderſchenkel des Pferdes. a. Un⸗ teres Ende des Kegels. b. Knieknochen. c. Kleines keilförmiges Bein. d. Schienbein. e. Inneres Griffelbein. f. Oberes Ende deſſelben. g. Unteres Ende deſſelben. h. Seſambein. i. Feſſelbein. k. Kronenbein. l. Hufbein. Fig. 5. Unteres Ende des Vorder⸗ ſchenkels eines Pferdes, mit einem Ueberbeine, bei a. Fig. 6, Un⸗ teres Ende eines Schaffußes von vorn und mit auseinandergeboge⸗ nen Klauen. a. Oeffnung des Klauenſäckchens. Fig. 7. Schaf⸗ fuß von der Seite; die linke Hälfte der Klaue iſt weggeſchnitten. a. Gang des Klauenkanals. b. Innere Seite der rechten Klaue. Fig. 8. Die Knochen der vorigen beiden Figuren. a. Unteres Ende des Schienbeins. b. Feſſelbein. c. Seſambein. d. Kronenbeine. e. Strahlbein. f. Hufbeine. g. Gelenk zwiſchen Kronen⸗ und Hufbein.
Tab. VI. Fig. 1. Euter einer Kuh zmit echten Pocken; die einzelnen Pocken befinden ſich in verſchiedenen Stadien ihrer Aus⸗ bildung, in der Reihefolge der in der Figur befindlichen Buchſta⸗ ben. Fig. 2. Finne eines Schweins, in natürlicher Größe. Als dünnhäutige, nur theilweiſe mit Waſſer erfüllte Blaſe erſcheint ſie platt, und in ihrer Mitte läßt ſich ein weißer Punkt in der Blaſe bemerken, welches der Kopf des Thieres iſt. Fig. 3. Der gedachte Kopf in ſehr ſtarker Vergrößerung. a. Hakenkranz. b. Saugmün⸗ dungen. c. Hals.
Tab. VII. Fig. 1. Bauchtheiles eines Schafes mit gutartigen Pocken. finden ſich in verſchiedenen Stufen ihrer Ausbildung, Alter ihres Hervortritts.
Tab. VIII. Fig. 1. Bösartige Schafpocken; dieſelben ſtehen ſehr dicht neben einander, ſind ohne runde Geſtalt, platt, und ſie haben, wie die geſammte Haut, eine kupferrothe Farbe. Fig. 3. Profilanſicht bösartiger Schafpocken, welche ihre platte, eingedrückte Erhebung andeutet. Fig. 2. a. a. Impfnadel von der Oberfläche und im Profil geſehen.—
Tab. IX. Fig. 1. Hinterſchenkel eines Pferdes von hinten geſehen, mit Mauke in der Feſſelgelenkbeuge; bei a. Fig. 2. Die⸗ ſelbe Figur von der Seite geſehen mit Mauke, bei a. Fig. 3. Hin⸗ terſchenkel eines Pferdes von der äußeren Seite. Bei a. iſt Straub⸗ oder Igelfuß ſichtbar, bei c. die Raſpe an der Beugefläche des Sprunggelenkes, und bei b. befindet ſich ein Eiterband. Fig. 4. Striche, welche bei Igelfuß gebrannt werden. Fig. 5. Ausfal⸗ lende Mauke am oberen Rande der Hufkrone, bei a. Fig. 6. Vor⸗ derſchenkel des Pferdes mit der Raſpe in der Kniebeuge, bei a. Bei b. iſt ein Eiterband gezogen. Fig. 7. Hinterfuß eines Ochſen mit der ſogenannten Fußräude; die Haare ſtehen ſtruppig und verwor⸗ ren, der Schenkel iſt bis zum Sprunggelenke ſtark angeſchwollen.
Tab. X. Fig. 3. Gerippe eines Pferdes von den Weichgebil⸗ den umgeben. a. Naſenbein, b. Thränenbein, c. großes Vorder⸗ kiefer- oder Kinnbackenbein, d. kleines Vorderkieferbein, mit den darin beſindlichen obern Schneidezähnen, e. Stirnbein, f. Schei⸗ telbein, g. Unterkiefer, h. die ſieben Halswirbel, i. i. die achtzehn Rückenwirbel, k. k. die ſechs Lendenwirbel, 1. Kreuzwirbel, m.(bis zu Ende) die achtzehn Schwanzwirbel, n. das breite Halsband, 0. o. das lange Nackenband, p. p. die Dorn⸗ oder Stachelfort⸗ ſätze der Rückenwirbel, q. q. die Dornfortſätze der Lendenwirbel, r. r. s. s. die achtzehn Rippen, t. das Bruſtbein, u. das Becken⸗, v. das Hüftbein, w. das Sitzbein, x. das Schulterblatt, v. das Arm⸗ oder Querbein, z. der Kegel; a. das Ellbogenbein, b. die Knieknochen, c. das Hakenbein derſelben, d. das Schienbein, e. das Sehnenbein, f. das Feſſelbein, g. das Kronenbein, h. das Huf⸗ bein, i. das Backenbein, k. die Knieſcheibe, l. das Schenkelbein,
Die untere, wolleloſe Fläche des hinteren Dieſelben be— je nach dem


