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Die Schafzucht : Rassen, Züchtung und Ernährung des Schafes, Wollkunde und technische Verarbeitung der Wolle / von Johannes Heyne
Entstehung
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heiden 6 A

verden

Das Feinſpinnen. 137

Nachdem nun das Garn auf der Feinſpinnmaſchine fertig⸗ geſtellt iſt, kommt es zur Verſendung in die Weberei; entweder wird es als Schuß auf Kötzer gewickelt, oder, iſt es als Kette beſtimmt, ſo wird es von den Maſchinenſpulen abgehaſpelt oder geweift. Bekanntlich ſpinnt man das Garn auf Kötzer oder Spulen, das Kettengarn auf lange(1516 em), das Schußgarn auf kurze(12 cm) Blechſpulen. Die Garnhaſpel oder Weife hat in den verſchiedenſten Ländern einen ver⸗ ſchiedenen Umfang. Für Kammgarngeſpinſte beträgt der Umfang 1,27 m; nach früherem Maße betrug der Umfang

des Haſpels: nach früherem Maße nach Metern

bei deutſchen Kammgarnen 1 ½ Yard 1,370 engliſchen(warp) 1 ½ 1,370 3.(weft) 1 1 0,914

Wie ſchon bei der Tuchfabrikation erwähnt, gibt man den Umfang von 1 m 37 em ſämtlichen Geſpinſten. Die Größe des engliſchen Haſpels iſt ebenſo für Kamm⸗ als Streich⸗ und Baumwollgarne paſſend. Die Länge des Garnes bei einer Umdrehung des Haſpels nennt man einen Faden; 80 Um⸗ drehungen geben ein Gebind, 7 Gebind ein Stück(auch Strähn⸗ Nummer); dasſelbe hat alſo 4 ½(Länge des Fadens bei einer Umdrehung)* 80* 7= 2530 engl. Fuß= 840 Yard = 768 Meter.

Die Nummer des Garnes drückt man nach der Anzahl Meter, welche auf ein Gramm gehen, aus, alſo in Zahlen; wiegen 15 m 1 g, ſo iſt das Garn Nr. 15, wiegen 20 m 1, ſo iſt es Nr. 20. Die Feſtſtellung der Garnnummer in der Spinnerei ſtellt ſich aber ganz anders. Sollte z. B. Nr. 22 geſponnen werden, ſo würde das Garn richtig ſein, wenn 22 m 1g wiegen; würden 23 m auf 1 g gehen, ſo wäre das Garn auf eine Nummer zu fein. Die neue Garnnummer wird ſelbſtverſtändlich eine andere, und zwar um ſo viel anders, als die alte Strähnlänge von der neuen entfernt iſt. Zur Erleichterung der vorzunehmenden Reduktion der Garnnummer diene folgende Tabelle(S. 138).

Das nunmehr für die Weberei beſtimmte Garn wird nach der Ablieferung von den Spinnmaſchinen eine Zeitlang der Einwirkung von Waſſerdämpfen ausgeſetzt, damit der Faden