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Die Schafzucht : Rassen, Züchtung und Ernährung des Schafes, Wollkunde und technische Verarbeitung der Wolle / von Johannes Heyne
Entstehung
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38 Erſter Teil. Raſſen, Züchtung und Ernährung des Schafes.

ſchaft auf die Leiſtung zu prüfen; der Raum iſt auf neun Züchtungsjahre eingerichtet; rechnet man, daß ein Schaf in einem Alter von drei Jahren das erſte Lamm bekommt, ſo kann ich das Schaf neunmal zuteilen, habe die Nachzucht über⸗ ſichtlich nebeneinander ſtehen. Bei Anfertigung des Regiſters zum Gebrauch ſind auf jeder Seite 27 Zeilen, alſo auf jeder Seite 3 Mütter zu neunmaliger Zuteilung; die geborenen Lämmer erhalten entweder die Nummer der Mutter oder eine laufende Nummer, welche aber dann im Stammreegiſter ver⸗ merkt werden muß.

Es gibt ja ganz verſchiedene Bonitureinteilungen, auch Werteinſchätzungen nach Graden und Punkten; bekannt iſt der Boniturſchlüſſel von Kunitz, welcher eine größere Verbreitung gefunden hat; ich laſſe denſelben folgen.

E Elektoralform, EN Elektoral⸗Negrettiform, N= Negretti⸗ form, NN= extreme Negrettiform(ſehr faltige Haut),

R Rambouilletform, RN Rambouillet⸗Negretti, der Negrettiform ſich nähernd.

Der Zuchtwert, den die Tiere in den Herden haben, wird durch die römiſchen Zahlen I, II und III ausgedrückt.

II. Wollqualität. a. Feinheit. 1 a, anzuſtrebende Feinheit, 1 aa, 1 aaa, höhere Feinheitsgrade, V 1 ab, 1 b, 2b, geringere Feinheitsgrade. Plus⸗ und Minus⸗ zeichen, z. B. 1a+ und 1a— werden bei den Fein⸗ heitsgraden gebraucht.

b. Wollcharakter. 1. Tuchwolle.

m, muſtermäßig, d. h. gedrängter normaler Stand des Stapels bei normaler mittlerer Tiefe,

mm, ſehr gedrängt dicht,

mt, wie m, aber größere Tiefe des Stapels,

mk, wie m, aber kürzer im Stapel,

mmk, ſehr gedrängt, aber kürzer wie bei mm,

mmkk, ſehr gedrängt, ſehr kurz,

mmkl, normales Haar, am Bauch und Beinen zu Zwirn ſich neigend.