12 Erſter Teil. Raſſen, Züchtung und Ernährung des Schafes.
vernement Jekaterinoslaw vor; aber auch Taurien beſitzt ſehr ſchöne Merinoherden, die großen Herden von Falz⸗Fein und Vaſall.
Von den oſtruſſiſchen Gouvernements wird beſonders Saratow als merinozüchtende Landſchaft genannt.
5. In Rumänien.
a) Pollſpanca⸗Raſſe, in der Moldau, Dobrudſcha und Beſſarabien von den Mokanen(Schäfereibeſitzern) ge⸗ züchtet, iſt wahrſcheinlich ein Kreuzungsprodukt von altpolniſchen Landſchafen und ſpaniſchen Merinos.
b) Tonca⸗Raſſe kommt ebenfalls in den rumäniſchen Provinzen und in Beſſarabien an der unteren Donau vor und ſoll gleichfalls den Merinos verwandt ſein.—
6. In Italien.
a) La razza dell' Agro Romano e quella della Gentile di Puglia werden beide vom italieniſchen Zootechniker A. Zanelli in Reggio zu den Merinos gezählt. Die beſte sottorazza des Agro-Romana nennt man„Sopra- vissana“ und hält ſie für ein Kreuzungsprodukt der Merinos mit Schafen von Viſſo.—
b) La razza piemontese in der Umgegend von Turin, Chiari, Cocconato, Paſſerona uſw. ſtammt von einer ſpaniſchen Merinoheerde ab, welche am Ende des vorvorigen Jahr⸗ hunderts nach Piemont geführt worden iſt.
7. In Schweden.
Die Merino⸗Kammwollraſſe wird an ver⸗ ſchiedenen Orten der ſüdlichen Landſchaften der Provinz Gothland und nur vereinzelt in Swealand gezüchtet.
Die Merino⸗Raſſe wurde wahrſcheinlich ſchon in älteſter Zeit vom Orient(Milet) aus nach Griechenland, Italien (Tarent) und Südſpanien(Turdetanien) geführt, gelangte von hier aus im 18. Jahrhundert nach England, Frankreich, Deutſchland, Öſterreich⸗Ungarn und iſt im vorigen Jahrhundert nicht nur über die meiſten Länder Europas, ſondern auch über die anderen Weltteile verbreitet.
Ehe ich zur eigentlichen Züchtungskunde übergehe, dürfen
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