Der Umbruch der Naturwieſen.— Die Ent⸗ und Bewäſſerung. 233
Unkraut die Oberhand hat, und wenn kein anderes Mittel mehr
hilft, ſo breche man den Raſen ohne Zaudern um und beſäe ſpäter
das gereinigte Land wieder mit paſſenden Grasſamen. Insbeſondere trocken gelegene Wieſen mit ſchlechtem Raſen und gutem Boden ſind für einen Umbruch ſehr dankbar.
Die Ent⸗ und Bewäſſerung.
Eine Urſache des geringen Ertrages iſt nicht ſelten die über⸗ große Menge an Feuchtigkeit im Boden oder aber der Mangel an Feuchtigkeit. Beides iſt gleich nachteilig. Iſt ein Boden zu feucht oder gar naß, ſo ſtellen ſich auf der Wieſe ſaure Gräſer (Seggen, Binſen, Simſen und andere Sumpfpflanzen) ein, die in der Regel geringen Ertrag und ſtets ſchlechtes Futter geben. Alles Düngen hilft hier nichts. Am wirkſamſten ſind noch Materialien, welche Kalk enthalten, wie Mergel, Straßenabraum, Kalkſchutt, Kalkſtaub, Kalkkies u. dgl. Der Kalk bindet hier die Humusſäure des Bodens, wodurch die guten Pflanzen begünſtigt werden. Dauernd und gründlich allein hilft aber nur die Entwäſſerung.
Umgekehrt kann durch künſtliche Bewäſſerung bei trockenen Wieſen der Ertrag oft bedeutend geſteigert werden.
Es liegt nicht in der Aufgabe dieſer Schrift, hierüber ein⸗ gehender zu berichten. Wir verweiſen auf die Spezialwerke(z. B F. Zajicek, Der Landwirt als Kulturingenieur, Thaerbibliothek.— Kopps Anleitung zur Drainage).
Jaattabellen.
Saatguantum pro Hektar bei Einzelſaat in Kilogramm.
V V Samenqualität S Mit Mit V Mit Mit S 25 in0 h 75% 100% f ˖. Nr. Samenart 2 5 S, 3 5 8 △ 8 65 3 5 Zuſchlag 8. 2 9% C 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7 8 9. 10. 1[Rottlee....... 23 28,8 34,5 40,3 46,0] 98 90 88 2 Weißflee...... 14 17,5 21,0 24,5 28,0 96 80 77 3 Baſtardklee..... 14 17,5 21,0 24,5 28,0 97 80 78 4 Luzerne...... 31 38,8 46,5 54,3 62,0 98 90 88 5 Hopfenklee..... 23 28,8 34,5 40,3 46,0 97 80 78


