Das Wieſeneggen. 217
Das Wieſeneggen.
Faſt auf jeder Wieſe kommen kleine, oberirdiſch kriechende Un⸗ kräuter vor, welche die beſſe⸗ ren Arten ſchä⸗ digen und ſelbſt keinen oder einen geringen Ertrag abwerfen. Hier⸗ her gehören:
Das gemeine Riſpengras(Poa trivialis), die
Gundelrebe(Gle- Fig. 142. Gundelrebe, Glechoma hederacea L. a Kelch; b Blüte; choma hederacea) c aufgeſchlitzte Blumenkrone mit Staubgefäßen; d in ein Kreuz
(Fig. 1 42), der geſtellte Staubbeutel. kriechende Guünſel(Ajuga reptans) (Fig. 143), verſchiedene Ehrenpreisarten (Veronica), der kriechende Hahnenfuß (Banunculus repens).
Dieſe bilden über dem Boden oft einen förmlichen Filz, unter wel⸗ chem der Boden verſauert. Kein Wunder, daß dann das Moos, dieſer ärgſte Feind der Naturwieſen, ſich mit Vorliebe anſiedelt. Gegen dieſes und die genannten Feinde iſt ein vorzügliches Mittel das Eggen der Wieſen mit der Wieſenegge. Dadurch wird zugleich die oberſte Schicht des Bodens etwas gelockert und dem Luftzutritt geöffnet, die guten Arten können ſich beſſer ent⸗
falten, weshalb der Ertrag größer Fig. 143. Kriechender Günſel, Ajuga,
ausfällt.
3; 7„; t L. a Kelch; b Blüte; c Blumen⸗ uf ch t v de Hannf reuz eiteman nilänm Tel ne un Stauvgefaße, 8 Stempel. kalkreichem Lehmboden in zwei Jahren (1891 und 1892) folgende Dürrfuttererträge per Hektar:


