Fünftes Kapitel. Die Kleekultur(Rotklee, Luzerne und Eſparſette). 53
Superphosphatdüngung, auf leichtem Boden auch für eine Kalidüngung, während die übrigen Arten ziemlich hohe Anforderungen an den Stickſtoffgehalt machen.
Fünftes Kapitel. Die Kleekultur(Rotklee, Luzerne und Eſparſette).
Viel wichtiger für den Futterbau als die einjährigen Futter⸗ pflanzen ſind die Kleearten und kleeartigen Gewächſe. Von dieſen werden hauptſächlich drei Arten im großen einzeln kultiviert— der Rotklee, die Luzerne und die Eſparſette. In manchen Gegenden ſind dies, neben den Wurzelgewächſen, die einzigen auf dem Acker angebauten Futterpflanzen.
1. Der Rotklee.
Der Rotklee oder der rote Wieſenklee(Dreiblatt, Dreiblattklee) (Fig. 42) wird von den drei genannten Arten am häufigſten an⸗ gebaut. Man ſäet ihn meiſt im Frühjahr in eine Getreideart und hat dann unter günſtigen Verhältniſſen nach Aberntung des Ge⸗ treides im Herbſt noch einen Schnitt(Stoppelklee). Die Haupt⸗ nutzung fällt jedoch in das zweite Jahr. Er liefert ein aus⸗ gezeichnetes Grünfutter, das vom Vieh gerne genommen wird und einen hohen Eiweißgehalt beſitzt. Zum Dörren iſt er weniger ge⸗ eignet, wird aber dennoch häufig zur Heubereitung verwendet. Wenn man eine gute Kleeſorte hat, ſo gibt dieſe bei rationeller Kultur auf gutem kleefähigem Boden einen großen Ertrag, während dieſer auf weniger geeignetem Land meiſt gering ausfällt, beſonders wenn man zudem noch eine ſchlechte Kleeſorte ausſäet. Die beſte und er⸗ tragreichſte Kleeſorte iſt der hochwachſende einheimiſche Rotklee, dann der ſüddeutſche, der Pfälzer, der ſächſiſche und der ſchleſiſche. Gut bewährt hat ſich auch der böhmiſche und ſteiriſche Klee. Unter letzterem Namen kommen jedoch in neuerer Zeit faſt alle öſter⸗ reichiſchen Kleeſorten in den Handel. Der böhmiſche und der nieder⸗ öſterreichiſche Klee ſind dem ſteiriſchen faſt ebenbürtig. Dies iſt aber nicht der Fall beim ungariſchen. Derſelbe iſt weniger ergiebig, auch wenn das Korn noch ſo ſchön und grobkörnig iſt.


