Druckschrift 
Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5. Die Zuckermohrhirſe. 43

Maisſorten entwickeln ſich zwar raſcher, liefern aber geringere Er⸗ träge, werden jedoch ebenfalls zur Kultur als Grünfutter benutzt, weil der Same billiger iſt. Am beſten gedeiht der Grünmais in warmen Lagen und auf leichteren Bodenarten. Er iſt ſehr anſpruchs⸗ voll und verlangt eine reiche Düngung von Miſt oder Gülle. Unter günſtigen Verhältniſſen kann man aber pro Hektar einen Grün⸗ futterertrag von 800— 1000 Kilozentner ernten. Das Futter wird vom Vieh gerne gefreſſen, iſt aber eiweißarm, weshalb eine Bei⸗ fütterung von Rotklee oder Luzerne oder gutem Gras angezeigt iſt. Man ſäet den Mais einzeln von Mitte Mai bis Mitte Juli; frühere und ſpätere Saat iſt immer riskiert. Miſchſaaten ſind nicht ratſam, da der Mais bei gutem Stande neben ſich nichts aufkommen läßt.

5. Die Zuckermohrhirſe. Die Zuckermohrhirſe, Sorghum saccharatum Pers.,(Fig. 29)

—

—

Fig. 29. Zuckermohrhirſe. Fig. 30. Mohar. iſt noch wärmebedürftiger als der Mais, liefert aber in warmen Sommern, in warmen Gegenden und auf gutem Boden noch größere