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Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
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40 Viertes Kapitel. Die einjährigen Futterpflanzen.

maſchine einzudrillen. Trotzdem übereilt der Roggen im Frühjahr die Wicken. Beſſer dürfte ſich deshalb als Beimiſchung zu den Winterwicken Spelz(Korn, Dinkel) eignen.

Man ſäet gewöhnlich ⅛— ½ Wicken und ½— Roggen oder pro Hektar bei Breitſaat 85— 125 kg Wicken und 120— 160 kg Roggen. Statt des Roggens nimmt man nicht ſelten das doppelte Quantum Spelz. Auf leichtem Boden miſcht man der Winterwicke auch Inkarnatklee(ſ. d.) bei.

Sehr häufig werden Sommerwickenſamen als Winterwicken verkauft, da letztere teurer ſind. Die Sommerwicken halten aber den Winter nicht aus, weshalb der Schaden ſehr bedeutend iſt. Die Winterwicken ſind großkörniger und heller in der Farbe, oft marmoriert. Sicher ſind ſie jedoch im Einzelfalle von den Sommer⸗ wicken nicht zu unterſcheiden.

Da der Saatbedarf bei der Wickkultur groß und der Preis ziemlich hoch iſt, ſo kommt das Saatgut ziemlich teuer zu ſtehen, weshalb ſich die Kultur als Nachfrucht nur auf den beſſeren Boden⸗ arten lohnt, wo der Ertrag ſicher iſt.

2. Die Zottelwicke.

Die Zottel⸗ oder Sandwicke(Fig. 26), iſt Sommer⸗ und Wintergewächs, wird jedoch meiſt als Winterfutterpflanze gebaut und iſt auch viel winterharter als die Winterwicke. Blätter und Stengel ſind zottig behaart, deshalb der Name„Zottelwicke“. Sie iſt be⸗ ſonders wertvoll für leichte Bodenarten, gedeiht aber auch auf bindigen Bodenarten ganz gut. Man ſäet ſie wegen ihres rankenden Wuchſes am beſten in Miſchung mit Roggen, der ihr eine Stütze gibt. Man verwendet meiſt ⅛6 Zottelwicken und ⅛ Roggen, was per Hektar bei Drillſaat im Mittel rund 90 kg Wicken und 70 kg Roggen ausmacht.— Bei der Frühjahrsſaat verwendet man als Beimiſchung Hafer oder Sommerroggen oder beides zugleich. Man ſäet dann ½ Zottelwicke und je ½¼ Hafer und Roggen. Die Saat muß aber zeitig im März geſchehen. Mit Vorteil kann die Zottel⸗ wicke im Frühjahr auch in Winterwicken gedrillt werden. Über die Miſchung mit Inkarnatklee iſt bei letzterem die Rede. Da ſie ſich in der Jugendzeit langſam entwickelt, ſo muß ſie im Herbſt zeitig