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Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
Entstehung
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38 Viertes Kapitel. Die einjährigen Futterpflanzen.

angegeben, ſo muß man entſprechend mehr Samen verwenden, während man umgekehrt bei ſehr guter Qualität mit weniger auskommt. Die meiſten der genannten Arten werden auch in Miſchung gebaut. Die Miſchungen ſind aber gewöhnlich viel einfacher als bei den Gras⸗ und Kleearten. In der Regel miſcht man nur zwei Arten, ſelten drei oder mehr. Deshalb genügen bei der Berechnung der Saat⸗ mengen jeder Art die in der Tabelle angeführten Zahlen vollkommen. Wenn man z. B. eine Miſchung von Zottelwicken und ½ Roggen ſäen will, ſo beträgt das Saatquantum bei Drillſaat im Mittel 140 2293 kg Zottelwicke und 220= 73 kg Roggen.

3 Bei der Kultur kommen hauptſächlich folgende Arten in Betracht:

1. Die Futterwicke.

Bei der gewöhnlichen Saatwicke(Fig. 25) werden zwei Kultur⸗ formen unterſchieden, eine Som⸗ merwicke und eine Winterwicke. a) Die Sommerwicke wird entweder im Frühjahr früh zur Sommernutzung oder als Stoppelfrucht zur Herbſtnutzung geſäet. Die Frühjahrsſaat iſt nur dort rentabel, wo man billiges Land hat und deshalb nicht auf eine hohe Rendite rechnen muß, ſowie auch da, wo man das Land von Unkraut ſäubern will, denn die Wicke beſchattet den Boden ſehr ſtark und unterdrückt ſo bei dichtem Stande das Un⸗ kraut.— Ihren höchſten Wert hat ſie jedoch als Nachfrucht

Fig. 25. Futterwicke, Vicia sativa L.. doedenulättres 1 eii Nederhls tchenee von Getreide, Raps u. dergl.

g'Staubgefäße mit Griffel; h Hülſe. Sie liefert ein nährſtoff⸗

reiches, ausgezeichnetes Milch⸗

futter. Da ſie ſich bei Einzelſaat auf den Boden legt, niedrig bleibt und

leicht fault, beſonders bei feuchtem Wetter und auf friſchem Boden,