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Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
Entstehung
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32 Drittes Kapitel. Die Heublumenſaat.

Selbſtverſtändlich macht ſich auch bei der Heublumenſaat die natürliche Beraſung geltend und es ſtellen ſich eine Anzahl Arten ein, welche der Boden ſchon beherbergt oder deren Samen vom

In den erſten Jahren ſpielt der Spitzwegerich(Fig. 24) ſtets eine wichtige Rolle, er gibt wenig Ertrag und ein wäſſeriges Futter. Allmählich verſchwindet er, wenn er ſich nicht ſelbſt be— ſamt, wie folgendes Beiſpiel zeigt.

Es wurde geerntet von einem

Beet von 2 qm Fläche im erſten Jahr 21 kg Grünfutter.

„ zweiten„ 15„„ „ dritten„ 5„„ „ vierten„ 1„

Der Waſſergehalt des Futters betrug 1882 vom I. Schnitt 90,5%.

„ II.„ 87,2

Einen hervorragenden An⸗ teil an den Heublumenwieſen hat, wie ſchon aus obigem zu ent⸗ nehmen iſt, das wollige Honig⸗ gras, weshalb das Heu auch ſehr leicht iſt. Nicht zu ver⸗ ſchweigen iſt allerdings, daß auch

Fig. 24. Spitzwegerich, Plantago gute Gräſer zum Vorſchein

lanceolata L..

kommen, ſo namentlich das

Knaulgras und die Raigräſer. Letztere kann man aber um billiges

Geld im Samenhandel rein kaufen. Unter allen Umſtänden muß

man mit dieſen guten Arten, wie bereits betont, eine außerordentlich

große Menge geringwertiger Arten und Unkräuter mit in den Kauf nehmen, wodurch die erzielten Erſparniſſe dahinfallen.

In einem Kilo einer guten Miſchung gekaufter Samen ſäen wir ſo viel keimfähige Samen edler Pflanzen aus, als in einem Zentner Heublumen, und bringen dann kein Unkraut mit auf das Feld, während in einem Zentner Heublumen gleichzeitig mindeſtens

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