Drittes Kapitel.
Die Heublumenſaat.
Samen Samen
Spren Unkraut⸗ minder⸗ guter
Herkunft der Heublumen Unt at Samen wertiger Futter⸗
Arten pflanzen %%%% Wädensweil(Kt. Zürich) 67 26 2 5 Oberdiesbach(Kt. Bern).. 68 20 9 3 Rütti bei Ber.. 86 4 4 6 Waldau bei Bern... 67 4 7(22) Realta(Kt. Graubünden). 87 8 3 2 Neuenkirch(Kt. Luzern).. 63 20 4 13 Buttisholz(Kt. Luzern).. 75 17 6 2 Witzwil(Kt. Bern).. 74 20 2 4 Erlach(Kt. Bern).. 53 12 12(23) Thunſtetten(Kt. Bern). 82 5 8 5 Walliſellen(Kt. Zürich).. 73 12 8 7
In allen Fällen iſt alſo der Hauptbeſtandteil Spreu und Unrat(abgefallene Blättchen, Stengelſtückchen, Erde u. dergl.). Groß iſt in der Regel auch der Gehalt an Unkrautſamen und Samen minderwertiger Arten, während der Prozentſatz der Samen guter Futterpflanzen gering iſt. Nur in zwei Fällen erreicht er 22 und 23%; aber beide Mal war es faſt ausſchließlich leichtes italieniſches Raigras, das bei der Samengewinnung als Überbleibſel am Stroh hängen blieb und nun in die Heublumen kam. Wertvoll iſt dieſes Gras im vorliegenden Falle auch nicht.
Betrachten wir die einzelnen Beſtandteile etwas genauer!
A. Die guten Samen der Heublumen.
Der Prozentſatz der Samen guter Futterpflanzen iſt alſo(das italieniſche Raigras abgerechnet) überall gering.
Er beträgt nur 2, 3, 4, 6, 7%, in einem einzigen Falle 13%.
Letztere beſtanden im weſentlichen aus 6,6% Rotklee, 3,6% engliſch Raigras, 0,6% Wieſenſchwingel, 0,5% Knaulgras, 0,2% Wieſenriſpen⸗ gras u. ſ. f. Die 7% guten Samen der„Blumen“ von Walliſellen beſtanden aus 3,2% engliſch Raigras, 1,6% Knaulgras, 0,9% Wieſen⸗ ſchwingel, 0,8% Fromental, 0,7% Schafſchwingel, 0,1% Wieſenriſpen⸗ gras. Jene von der Rütti aus 4,6% italieniſch Raigras u. ſ. w.
Von den guten Samen bilden alſo das billige engliſche und das italieniſche Raigras in der Regel den Haupt⸗ beſtandteil. Dieſe ſind aber ſtets unreif und verdorben, weshalb die Keimfähigkeit bei allen ſtets gering iſt.


