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Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
Entstehung
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Natürliche Beraſung nach Luzerne. 17

Bechsjährige Wieſe, entſtanden durch natürliche Be⸗ raſung nach Rotklee, auf dem Krenelacker in Äſch(Baſelland), 320 m ü. M., auf friſchem, humoſem, düngerkräftigem, mildem Lehmboden, mit Miſt, Gülle und Kunſtdünger gedüngt. 1881 wurde Rotklee geſäet. Nach deſſen Weggang entſtand ein Naturraſen. Unterſucht den 11. Mai 1886. Eine Probe enthielt:

%

M Löwenzehhhan....... 69,67 MG Gräſer(meiſt gemeines Riſpengras und engl. Raigras). 23,58 G Kleearten(Weißklee, Rotklee, Hopfenklee)y... 5,92 U Scharfer Hahnenfuß u. derlntntgl... 0,83 100,00

G u. M Gute und mittelgute Futterpflanzen= 29,50%.

= Minderwertige 69,67

L= Unkräuter 0,83

Selbſtverſtändlich können ſolche Wieſenanlagen, die größten⸗ teils aus minderwertigen Pflanzen und Unkraut beſtehen, quantitativ und qualitativ nur einen beſcheidenen Ertrag abwerfen.

Natürliche Beraſung nach Luzerne.

Sehr häufig läßt man alte Luzerne⸗Acker durch natürliche Be⸗ raſung ſich in eine Wieſe umwandeln. Das iſt das allerſchlechteſte Verfahren, das der Landwirt einſchlagen kann; denn nach Luzerne kommt nie gutes Gras zum Vorſchein, es iſt als ob die Luzerne das Land vergiftet hätte. Dennoch trifft man überall ſolche alte Luzerne⸗Acker, die dem Landwirt zum großen Schaden gereichen. So ſchnell als möglich fahre man mit denſelben ab, nehme ſie unter den Pflug, pflanze Getreide, eventuell Hackfrüchte, und wenn man eine Kunſtwieſe haben will, ſo ſäe man innerhalb kurzer Friſt eine Miſchung paſſender Gräſer.

In alter Luzerne iſt es ebenfalls das gemeine Riſpen⸗ gras, das ſich, wie nach abgegangenem Rotklee, in großer Menge einſtellt und unter ſeiner Filzdecke die Luzerne vollends zum Abſterben bringt. Hierzu tritt in der Regel der Löwenzahn, dann nicht ſelten das kriechende Straußgras u. a.

Als Beleg möge die Zuſammenſetzung einer ſolchen alten Wieſe im zwölften Jahre nach der Luzerneſaat folgen.

Stebler. 5. Auflage. 2