Aus dem Vorwort zur erſten Auflage.
Ich überreiche dem Landwirt hiermit eine Schrift, handelnd über ein Gebiet, welches für die Zukunft der europäiſchen Land⸗ wirtſchaft als eines der wichtigſten bezeichnet werden darf und von deſſen Entwicklung die Lage des Landbaues vor allen Dingen abhängig ſein wird.
Der größte und wichtigſte Teil des Inhaltes iſt jahrelang fortgeſetzten, im Vereine mit vielen Landwirten gemachten praktiſchen Beobachtungen und eigenen wiſſenſchaftlichen Verſuchen entnommen. Namentlich ſtützt ſich die Arbeit auf die in meiner amtlichen Stellung gemachten Erfahrungen.
Bei Behandlung iſt die bisher eingehaltene, rein empiriſche Richtung aufgegeben und ſo viel als möglich nur die natur⸗ geſetzliche Forſchung als Baſis benutzt worden.
Die entwickelten Grundſätze und Regeln haben ſelbſtverſtändlich nicht nur für eine beſtimmte Gegend Geltung; ihre Anwendung iſt an kein beſtimmtes Gebiet gebunden, ſondern dieſelben behalten ihre Gültigkeit überall und ohne Ausnahme. Der Bauer des Alpen⸗ landes wie der norddeutſche Landwirt, der Rheinländer wie der Donauländer, der Süddeutſche wie der Marſchbauer wird die Schrift mit gleichem Vorteil als Anleitung benutzen können, wenn er die naturgeſetzlichen Grundlagen berückſichtigt und nicht nach der Schablone ins Blaue hinein arbeiten will.
Zürich, den 9. Januar 1881.
Aus dem Vorwort zur dritten und vierten Auflage.
Seit dem Erſcheinen der letzten Auflage hat die Lehre des Futterbaues bedeutende Fortſchritte gemacht. Es galt hier, dieſelben der Praxis nutzbar zu machen. In unſeren zum Teil ſchon ſeit dem Jahre 1882 beſtehenden Verſuchsfeldern und bei den ſeit 1885 nicht nur in der Schweiz, ſondern auch im Auslande vor⸗ genommenen zahlreichen Wieſenunterſuchungen haben wir neue Er⸗ fahrungen geſammelt. Die von uns eingeführten und nun auch in den Nachbarſtaaten eingebürgerten Futterbaukurſe haben dem


