184 Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation.
Jauche(von welcher ⅛ auf die Wieſen kommt) auf 45 hh für 1 Jahr und 1 ha. Bei dieſer Düngung werden unter 9 Ausſchluß von Handelsdüngern etwa geerntet:
500 dz Futterrüben vom Hektar 200„Kartoffeln„„ 17„ Weizenkörner„„ 17„ Haferkörner„„ 60„ Rotkleeheu„„ Es iſt nun zu berechnen, wieviel Stickſtoff, Phosphor⸗ ſäure und Kali durch dieſe Erträge dem Boden entzogen wird, wobei der im Rotklee enthaltene Stickſtoff außer Rechnung bleibt, da der Klee den Boden ſtickſtoffreicher hinterläßt, als er ihn übernommen hat, und es iſt anderer⸗ ſeits zu berechnen, wieviel Kali, Phosphorſäure und Stick⸗ ſtoff dem Boden durch die verfügbare Menge von Stallmiſt und Jauche wieder zugeführt wird. Die folgende Zu⸗ ſammenſtellung, welche zugleich den von uns feſtgeſtellten prozentiſchen Gehalt der Ernteprodukte an Stickſtoff, Phos⸗ phorſäure und Kali angibt, enthält die Ergebniſſe der Rechnung.
(Siehe die Tabellen S. 185 und 186.)
Berechnet man dieſe Zahlen auf 1 ha, ſo ergibt ſich folgendes: Auf je 1 ha Ackerland werden dem Boden entzogen: 63 kg Stickſtoff, 30 kg Phosphorſäure, 100 kg Kali, und durch Stallmiſt und Jauche wurden zugeführt: 61,3 kg Stickſtoff, 29,6 kg Phosphorſäure und 102,2 kg. Kali. Die Differenz zwiſchen Entnahme und Erſatz be⸗ trägt alſo nur 1,7 kg Stickſtoff, 0,4 kg Phosphorſäure und 2,2 kg Kali vom Hektar. Entnahme und Erſatz ſtehen alſo im Gleichgewicht: ſo viel Stickſtoff, Phosphorſäure und Kali dem Ackerland jährlich durch Stallmiſt und Jauche
zugeführt wird, ſo viel gibt der Boden in den Ertrügen zurück.


