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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation. 183

menge reicht, um die erzielbaren Erträge zu erhalten, und es macht keine Schwierigkeit, auf Grund der Ergebniſſe

eines auf 4 oder 5 Jahre ſich erſtreckenden Verſuchs den

Düngerbedarf für beliebige Fruchtfolgen zu berechnen. Man wird einſehen, daß auch wenn eine ſelbſt 10 Jahre umfaſſende Rotation vorliegt, ein etwa 4 oder 5 Jahre fortgeſetzter Verſuch vollkommen genügt, um die zur Be⸗ urteilung des Düngerbedarfs erforderlichen Anhaltspunkte zu gewinnen.

Es ſei noch an der Hand eines zweiten beſtimmten Beiſpiels aus der Praxis gezeigt, wie man einen Dün⸗ gungsplan für eine vollſtändige Rotation bzw. für einen Rotationsdüngungsverſuch aufzuſtellen hat.

In einer kleinen, nur 21 ha umfaſſenden Gutswirt⸗ ſchaft des Odenwaldes, einer Beſitzung des verſtorbenen Jakob Keller in Ernſthofen, haben wir während einer

Reihe von Jahren Feldverſuche über verſchiedene Fragen

der Stallmiſtproduktion, der Stallmiſtwirkung, der Kali⸗, Phosphorſäure⸗ und Stickſtoffdüngung ausgeführt und haben dabei eine Reihe von Anhaltspunkten gewonnen, welche für die Aufſtellung eines für ähnliche Wirtſchaften der dortigen Gemarkung paſſenden Düngungsplanes zu verwerten ſind.

Die Beſitzung beſteht aus 4,25 ha Wieſen und

16,5 ha Ackerland. Es werden 15 Stück Milchvieh ge⸗

halten, die bei täglicher Einſtreu von 50 kg Stroh jähr⸗

lich 2372 da friſchen bzw. 1642 dz mäßig verrotteten Miſt

und 1168 hl Jauche liefern. Die Wirtſchaft iſt ſechs⸗

ſchlägig und die Fruchtfolge iſt: 1. ½ Schlag Futterrüben, ½ Schlag Kartoffeln in Miſt⸗ und Jauchedüngung,

2. Weizen mit Jauchedüngung, 3. Hafer mit Kleeeinſaat 4. Klee, 5. Weizen, 6. Hafer. Die verfügbare Menge Stall⸗ miſt berechnet ſich auf rund 100 dz und die verfügbare

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