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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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mäßigſt Verteilung des„Raltſicffta n über die Ackerfläche muß als eine der Hauptbedingungen für die Sicherung der Kalkſtickſtoffwirkung angeſehen werden. Auch für Sommerfrüchte wird man den Kalkſtickſtoff am beſten un⸗ geteilt ſtreuen und ihn durch Grubbern und Eggen mög⸗ lichſt vollſtändig mit der Bodenkrume vermiſchen. Er kommt dann mit größerer Sicherheit zur ausgiebigen Wir⸗ kung. Im Mittel unſerer Verſuche haben wir durch Kalk⸗ ſticckſtoff, der niehet lt bei der Einſaat in den Boden gebracht wurde, einen Mehrertrag von 11,8 dz Haferkörner, 45,0„Kartoffeln,

160,0„ Futterrüben erhalten. Wurde der Kallſtickſtoff zur Hälfte bei der Einſaat, zur Hälfte als Kopfdüngung gegeben, ſo betrug

der Mehrertrag 9,2 dz Haferkörner,

39,0„Kartoffeln,

115,0„ Futterrüben.

88 Im Mittel unſerer Verſuche ſind die Ergebniſſe alſo merklich beſſer geweſen, wenn die ganze den Sommer⸗ früchten zugedachte Kalkſtickſtoffmenge unmittelbar bei der Einſaat in den Boden gebracht und eine ſpätere Kopf⸗ düngung vermieden wurde.

4. Der Kallſtickſtoff iſt möglichſt gleichmäßig mit dem Boden zu miſchen. Streut man ihn ungleichmäßig aus unnd wird er ungenügend mit dem Boden vermengt, ſo

kommt er nicht zur vollen Wirkung, weil an den Stellen, in welchen er in größerer Anhäufung zu liegen kommt und dementſprechend konzentrierte Löſungen ſich bilden, leicht nachteilige Wirkungen entſtehen können. 5. Wird der Kalkſtickſtoff mit der Hand geſtreut, ſo miſche man ihn mit feuchter Erde oder Torfmull. Mit