38 Ergebniſſe einiger Feldverſuche.
Boden war ſehr arm an Phosphorſäure, ſein Gehalt be⸗ trug nur 0,058%, und er erwies ſich als ſo düngebedürftig, daß der Ertrag um nicht weniger als 4,6 kg Körner ſank, wenn an der Volldüngung die Phosphorſäure fehlte. Es iſt aber ſelbſtverſtändlich, daß eine ſo große Überſchuß⸗ düngung zugleich als Vorratsdüngung für die ſpäter fol⸗ ggenden Früchte anzuſehen und bei der Düngung derſelben àu berückſichtigen iſt.
Das Kali.
Vergleicht man Verſuch 2 mit 1, ſo ergibt ſich, daß
der bei Volldüngung erhaltene Mehrertrag einen Mehr⸗ bedarf von 29,7 kg Kali erfordert hatte. Dieſer Mehr⸗ bedarf konnte, wie Verſuch 4 im Vergleich mit 2 ergibt, bis auf einen Reſt von 13,3 kg aus dem Bodenvorrat gedeckt werden. Unſere Düngung betrug 100 kg Kali, alſo faſt achtmal mehr, als der Roggen aufzunehmen hatte. War das zuviel? Ja. Denn wenn auch der Boden arm an Kali war, indem er nur 0,109% enthielt, ſo iſt doch vom Kali bei weitem nicht ein ſo großer überſchuß anzu⸗ wenden wie von der Phosphorſäure. Das Kali iſt leichter beweglich im Boden. Man kann annehmen, daß im vor⸗ liegenden Fall ſchon 60 kg Kali gereicht haben würden. Dieſe 60 kg hätten auch den Entzug von Kali völlig gedeckt.
Der Stickſtoff. LVgrergleicht man Verſuch 2 mit 1, ſo ergibt ſich, daß der Ertrag von 2 einen Mehrbedarf von 29,4 kg Stick⸗ ſſtoff beanſprucht hat, der, wie man aus Verſuch 5 verglichen mit? erſieht, bis auf einen Reſt von 17,0 kg durch den 6 Bodenvorrat gedeckt werden konnte. Unſere Düngung be⸗ trug 31 kg Salpeterſtickſtoff. Von je 100 Teilen dieſes Stickſtoffs alſo haben die Pflanzen 55 Teile in Stroh und


