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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Die Ermittlung des Düngebedürfniſſes eines Bodens uſw. 27

gung in keinem Fall eine merkliche Wirkung aus. In folgender Zuſammenſtellung finden ſich die Grenzwerte, die unſere Verſuche ergeben haben.(Siehe umſtehend.)

Ich habe oben hervorgehoben, welche Bedeutung dieſen Zahlen beizulegen iſt. Ich ermahne nochmals zu größter Vorſicht und Kritik, damit man ſich vor Fehlſchlüſſen be⸗ wahre. Der chemiſch⸗analytiſche, alſo der indirekte Weg zur Ermittlung des Düngebedürfniſſes eines Bodens be⸗ darf noch weiterer Ausbildung, um hinreichend zuverläſſige Anhaltspunkte gewinnen zu laſſen, und es iſt gewiß, daß der umſtändlichere direkte Weg, der im Düngungsverſuche geboten iſt, immer noch am ſicherſten zum Ziel führt. Wir wollen uns ihm wieder zuwenden und zunächſt prüfen,

ob wir uns für den Geſäßvorſuch oder für den Feldverſuch.

entſcheiden ſollen.

Die Ermittelung des Düngebedürfniſſes eines Bodens durch den Gefäß⸗ und Feldverſuch. 6

Auf Seite 17 findet ſich eine mit 14 verſchiedenen

Böden von uns ausgeführte Reihe von Gefäßverſuchen, die

prüfen ſollte, wieviel Phosphorſäure die verſchiedenen

Bodenarten an die Haferpflanze abgeben konnten. Wir

fanden, daß beiſpielsweiſe

Boden 4. 125 Phosphorſäure aus je 33, 1000 kg Boden den 7. 2 D 55 Pflanzen lieferte.

Dieſe Ergebniſſe zeigen, wie ungleich die Mengen von Phosphorſäure ſein können, die die verſchiedenen Böden unter ſonſt gleichen Verhältniſſen den Pflanzen liefern. Nun aber frage ich: Kann aus der Tatſache, daß beim Gefäßverſuch der Boden A 12 g, der Boden B 25 g Phos⸗ phorſäure an die Haferpflanze gibt was auf den Hektar,