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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Wie iſt das Düngebedürfnis eines Bodens feſtzuſtellen? 13

lich, oder iſt es möglich, daß wir anſtatt der 90 kg ſchon mit etwa 50 kg Phosphorſäure hätten auskommen können, da der Boden vielleicht aus früheren Düngungen noch Phosphorſäure enthielt? Oder iſt es möglich, daß wir etwa die Kalidüngung ganz hätten ſparen können, indem der Boden vielleicht von Natur ſo reich an Kali iſt, daß er der Zufuhr von Kaliſalzen noch nicht bedarf? Oder aber, wenn wirklich 90 kg Phosphorſäure und 30 kg Kali notwendig waren, um den gewünſchten Mehrertrag zu erzielen iſt es dann nicht möglich, daß wir an der teuren Stickſtoffdüngung hätten ſparen können; iſt es nicht mög⸗ lich, daß der Boden vorzugsweiſe nur an Phosphorſäure und Kali ausgeraubt geweſen iſt und infolge großen Humusgehalts oder ſtickſtoffreicher Wurzelreſte von Erbſen, Wicken, Klee, Lupinen uſw. einen Überſchuß an Stickſtoff enthielt? In der Tat, dies alles iſt möglich; wir haben

vielleicht große Verſchwendung getrieben und hätten die

Düngung erheblich billiger einrichten können, ohne einen geringeren Ertrag zu erhalten. Wir müſſen, um die rich⸗ tigſte und vorteilhafteſte Düngung zu finden, nicht nur das Bedürfnis der zu bauenden Kulturpflanze, ſondern auch denDüngungszuſtand, den Nährſtoffvorrat bzw. das Düngebedürfnis des betreffenden Bodens kennen und fragen daher: 2*

Wie iſ das Düngebedürfnis eines Bodens 3 feſtzuſtellen

Wie iſt feſtzuſtellen, ob ein beſtimmter Boden arm oder reich an Nährſtoffen iſt, einer ſtarken oder einer ſchwachen Düngung mit Stickſtoff, Phosphorſäure oder Kali bedarf? Die Antwort lautet: durch den Düngungs