Mit welchen Nährſtoffen und mit welchen Mengen derſelben iſt ein beſtimmter Boden zu düngen?
Die Beantwortung dieſer Frage macht einige Schwie⸗ rigkeit. Ob es im gegebenen Fall überhaupt möglich iſt, durch Anwendung von Handelsdüngern eine Ertragsſteige⸗ rung zu erzielen, das iſt leicht zu ermitteln. Oft ſieht man es den Pflanzen ſchon an, ob ſie hungern oder nicht; ihre blaſſe Farbe verrät, daß der Stickſtoff nicht reicht, oder ein rötlich⸗brauner Ton im Grün der Blätter zeigt, daß die Trägheit, mit welcher die Pflanze trotz Sonnenſchein und Regen in ihrer Entwicklung fortſchreitet, die Folge un⸗ genügender Ernährung mit Phosphorſäure iſt. Und gelbe Flecke, die bald ins Bräunliche übergehen und oft von einer Kräuſelung der Blätter begleitet ſind, laſſen Kalihunger erkennen. Auch durch einfache Verſuche kann man ja prüfen, ob der Boden empfänglich oder unempfänglich für Düngungen iſt, ſelbſt eine annähernde Schätzung der Größe ſolcher Wirkung macht dem geübten Auge des Praktikers keine Schwierigkeit. Die Frage aber: welche Nährſtoffe ſind nötig, welche dagegen überflüſſig, und wieviel iſt von jedem derſelben im beſtimmten Fall zu geben, um den höchſtmöglichen Reingewinn zu erzielen, iſt nicht ſo leicht zu beantworten. An einem Beiſpiel will ich dies klar⸗ zuſtellen verſuchen.
Geſetzt, die außer der Düngung in Betracht kommen⸗ den Verhältniſſe eines Weizenackers ſeien derart, daß durch


