Druckschrift 
Geburtshilfe : für Landwirte / bearb. von A. Tapken
Entstehung
Einzelbild herunterladen

le d.

neter

ſich ließt,

uppe eine

uches das ver⸗

keits⸗ mals Ver⸗ f der i der

rarzt) Regel zeitig n in

ctlich it bei rüchte cherer reren, e, die attung

, und

Behandlung trächtiger Tiere. 15

zwar zwiſchen 300 und 400 Tagen. Es iſt jedoch ſehr ſelten, daß eine Stute länger als ein Jahr trägt.

Bei der Kuh kann die Trächtigkeit 240 bis 310 Tage, aus⸗ nahmsweiſe ſogar bis 335 Tage währen.

Bei Schafen, die frühreifen Raſſen angehören, dauert die Trächtigkeit in der Regel etwas kürzere Zeit als 150 Tage, bei Ziegen dagegen häufig länger.

Beim Schwein kann die Trächtigkeit zwiſchen 109 und 120 Tagen ſchwanken, in vereinzelten Fällen dauert ſie noch einige Tage länger.

8. Behandlung krächtiger Tiere.

Eine zweckmäßige Ernährung iſt von weſentlichem Einfluß auf den Verlauf der Trächtigkeit und Geburt. Tragende Tiere bedürfen der Nahrungsmittel nicht allein zur Erhaltung ihres Körpers, ſowie für Arbeitsleiſtung, Milch⸗ oder Wollproduktion ꝛc., ſondern ſie müſſen auch Nährſtoffe abgeben, die zur Entwickelung der Frucht dienen. Dieſe hat namentlich in den letzten Perioden der Trächtigkeit erhebliche Mengen von Nährſtoffen nötig. Das Junge entwickelt ſich freilich ſelbſt dann noch gut, wenn das Muttertier nur ungenügend ernährt wird, allein es geſchieht dann auf Koſten des letzteren. Das Muttertier magert ab, und es ſtellen ſich Schwächezuſtände und Krankheiten bei ihm ein. Falls in dem dargereichten Futter Kalkſalze nicht in genügender Menge vor⸗ handen ſind, ſo pflegt es namentlich bei Kühen und Schweinen zur Knochenbrüchigkeit zu kommen.

Die Ernährung darf aber auch nicht derart ſein, daß die trächtigen Tiere dadurch in einen maſtigen Zuſtand verſetzt werden. Fette Muttertiere bringen ſehr häufig kleine und ſchwächliche Früchte zur Welt. Die Erklärung hierfür liegt darin, daß fette Tiere nicht ſo blutreich und kräftig als mäßig genährte Tiere ſind. Die vielfach verbreitete Anſicht, daß nach Darreichung von Kraftfutter⸗ mitteln die Kälber zu groß werden, iſt erfahrungsgemäß irrig.

Fehlerhaft beſchaffenes Futter wirkt auf trächtige Tiere eher ungünſtig als auf nichtträchtige ein. Eine allzu ſtarke oder gar ausſchließliche Ernährung mit voluminöſen Futtermitteln, als Heu und Stroh, iſt namentlich bei Kühen, die einen großen Bauch⸗ umfang haben, zu vermeiden.

Tägliche Bewegung iſt trächtigen Tieren ſehr zuträglich. Sie befinden ſich deshalb auch am beſten bei Weidegang. Wenn ſie den Aufenthalt im Freien gewohnt ſind, übt ſelbſt kalte Witterung