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Geburtshilfe : für Landwirte / bearb. von A. Tapken
Entstehung
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Die trächtige Gebärmutter mit den Fruchthüllen und deren Inhalt. 9

nicht über die ganze Oberfläche der Lederhaut, ſondern es ſind an zahlreichen, etwa 100 Stellen(Fig. 5 u. 6), beſondere Zottenbüſchel von rundlicher Form vorhanden, die ſich mit ebenſo vielen Stellen der Gebärmutterſchleimhaut verbinden. Dieſe Stellen ſind die Fruchthälterwarzen oder Karunkeln, die in ihrer Geſamtheit den Mutterkuchen darſtellen. Die Warzen, die bei nichtträchtigen

Fig. 4. Schema der Fruchthüllen des Füllens.

Der äußere Sack der Fruchthüllen zeigt einen doppelten Umriß; der äußere iſt die Lederhaut,

die innere das äußere Blatt der Harnhaut. Von den beiden Umriſſen des inneren Sacks der

Fruchthüllen iſt der äußere das innere Blatt der Harnhaut, der innere die Schafhaut. Al Harn⸗

hauthöhle, die Harnhautflüſſigkeit enthaltend. Am Schafhauthöhle, die Schafhautflüſſigkeit ent⸗

haltend. U Harnſchnur.* Mündung der Harnſchnur in die Harnhauthöhle. Hb Harnblaſe. Nb Nabelbläschen.

Wiederkäuern nur klein und flach ſind, nehmen während der Trächtigkeit bedeutend an Umfang zu und wandeln ſich zu ge⸗ ſtielten, auf der Schleimhaut ſitzenden, ſchwammigen Gebilben um.

Die zweite Fruchthaut iſt die Harnhaut. Sie ſtellt einen umfangreichen Sack dar, der eine bedeutende Menge Flüſſigkeit, die Harnhautflüſſigkeit, umſchließt. Dieſe wird zum größten Teil