C. Erd⸗ und Raſenarbeiten. 207
1. a) Das Geleiſe kann feſt oder beweglich ſein. Es beſteht aus Geleisſtücken und jedes Geleisſtück aus Schienen und Schwellen. An der Schiene unterſcheidet man Kopf, Hals und Fuß. Der wulſtige Kopf ſoll ein Zuſammendrücken der Schienen und ihr ſeitliches Ver⸗ biegen bei Kurven(gekrümmten Geleisſtücken) verhüten, der Hals die Räder über der Erde halten, der breite Fuß ein Eindrücken der Schienen in die Schwellen verhindern. Die Schwellen ſtellt man, wenn man ſtarke Schalbretter(Schwarten) oder anderes Material beſitzt, ſelbſt her; anderenfalls kauft man eiſerne oder Holzſchwellen mit den Schienen an. Holzſchwellen tränkt man auch mit Kupfervitriol. Die Verbindung der Schienen(Fig. 146) mit den Schwellen wird bei Holzſchwellen durch Hakennägel oder durch Holzſchrauben mit breitem Kopf, bei eiſernen Schwellen durch Schraubenbolzen hergeſtellt. Die Stoßver⸗ bindung, d. h. Verbindung der Geleisſtücke miteinander, iſt auf
Fig. 146. Verbindung der Schienen und Schwellen.
feſtem und unebenem Boden, ſowie bei Kurven ſehr wichtig, um ein ſeitliches Verſchieben, ein Verſchieben nach oben und unten, oder ein Auseinanderziehen zu verhindern. Bei feſten Geleiſen verbindet man je zwei Schienenenden durch zwei mit denſelben verſchraubte Laſchen. Bei beweglichen Geleiſen wendet man zur Vermeidung der Seitenverſchiebung nur ſtarke äußere Laſchen an. Das Auseinander⸗ ziehen wird auf ſehr verſchiedene Weiſe unmöglich gemacht, z. B. durch eine Krümmung der Laſche an einem und durch einen Stift am anderen Schienenende, unter dem das gebogene Laſchenende beim Niederlegen des anſtoßenden Geleisſtückes durchgreift(Fig. 147). Bezüglich der Verteilung der Laſchen iſt es zweckmäßig, bei den beiden Schienen⸗ enden zu jeder Seite des Geleisſtückes immer nur eins mit einer Laſche, das andere mit einem Stift zu verſehen, damit die Geleisſtücke beim Umkehren aneinander paſſen. Bei Kurven kann man in dieſem Falle auch die Anſchaffung beſonderer Rechts⸗ und Linkskurven erſparen.


