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Der praktische Kleegrasbau : kurz und bündig gefaßte, auf Erfahrung begründete Anleitung zum Kunstfutterbau / von A. Nowacki
Entstehung
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10 Heublumenſaat oder Kleegrasſaat?

4 Pfund Timothegras. Ferner zu 2 jähriger Schafweide: 5 Pfund Weißklee, 2 Pfund gelber Klee, 10 12 Pfund engliſches Raigras, 3 4 Pfund Timothegras. Es iſt vorteilhaft, ſolchen Miſchungen zu mehrjähriger Nutzung auch 1 Pfund Kümmel pro Morgen bei⸗ zufügen. Für das oben erwähnte Eſparſette⸗ und Luzerne⸗ gemenge iſt folgendes Mengenverhältnis ein angemeſſenes: 5 Pfund Rotklee, 8 Pfund Luzerne, 1 Scheffel Eſparſette in Hülſen. Nicht bloß aus Dankbarkeit gegen meinen Lehrer, ſondern auch aus Liebe zur Sache habe ich dieſe Abhandlung aufge⸗ nommen, denn mit ihr gab Kühn den Anſtoß zur Entwicklung des Futterbaus und zur Förderung der geſamten Landwirtſchaft im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Im März 1871 erhielt ich den Ruf nach Zürich. Am 1. Juli trat ich ein und am 13. Auguſt hielt ich meinen erſten Vortrag vor ſchweizeriſchen Landwirten über Kleegrasbau. Es liegt auf der flachen Hand, daß ich damals mitteilte, was ich bei Kühn in Halle gelernt. ImZürcher Bauer, 1871, S. 169 171 iſt mein Vortrag wiedergegeben mit Hinzufügung von 7 Miſchungsbeiſpielen für ein⸗ und für mehrjährige Nutzung. Nachdem ich mich einige Jahre in der Schweiz umgeſehen, erſchien es mir als eine dankbare Aufgabe, den Natur⸗ und den Kunſtfutterbau einläßlich und planmäßig zu ſtudieren. Die Er⸗ gebniſſe meiner Arbeit finden ſich in dem angeſchloſſenen Büchlein. Ich bitte den geneigten Leſer, den Weg zu verfolgen, den ich gegangen bin, und eingedenk zu ſein der Worte Columellas: In jeder Kunſt herrſcht Übung und Verſuch, Und ohne Fehler wird kein Meiſter klug.

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Die Fortſchritte in der Landwirtſchaft beruhen auf der Erfahrung. Landwirtſchaftliche Erfahrungen macht man nicht am grünen Tiſch oder in der Stube hinterm warmen Ofen, ſondern man macht ſie auf dem Felde, im Garten, in den Reben, auf der Wieſe, bei den Tieren im Stall und auf der Alp. Landwirtſchaftliche Erfahrungen ſammelt aber nicht allein der Mann der Praxis, ſondern auch der Mann der Wiſſenſchaft, indem er das Leben der Kulturpflanzen und Haus⸗ tiere erforſcht, ſei dies nun in der freien Natur oder in der ſtillen Werkſtatt. Wer eine Erfahrung machen will, muß genau beobachten und ſcharf beurteilen. Das iſt nicht jedermanns