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Die Schafzucht : Rassen, Züchtung, Ernährung, Rentabilität und Krankheiten des Schafes, Wollkunde und technische Verarbeitung der Wolle / von Johannes Heyne
Entstehung
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Die Manipulationen bei der Verarbeitung der Wolle. 191 werden; denn es hat keinen Zweck und verurſacht in ökono⸗ miſcher Beziehung eine Verteuerung der Wäſcherei.

Das Verfahren iſt höchſt einfach. In Abbildung 61 ſehen wir die ſogen. Glocke. a) iſt das Geſtell, b) das zylin⸗ driſche Gefäß ſelbſt; c) ſind die beiden Zapfen, welche in den Lagern des Geſtells liegen und zum Umkippen der Glocke die⸗ nen; d) iſt die in einer großen Brauſe endigende Waſſerleitung.

Das kalte Waſſer ſtrömt auf die Welle nieder; indem dieſe durchnäßt wird, drückt ſie ſich durch ihr eigenes Gewicht ge⸗ hörig zuſammen; der Schweiß wird auf dieſe Weiſe gehörig ausgepreßt und fließt bei e ab. Der Abfluß erfolgt ſo lange, bis er ganz rein iſt; ſobald man helles Waſſer bemerkt, ſchließt man den Hahn, kippt die Glocke um und entleert ſie in das erſte Bad der Waſchmaſchine. Dieſes Aoh. 61. Gloſte. Verfahren hat immerhin Einfluß auf das Reinwerden der Wolle und erſpart vornehmlich Seife.

Die Fabrikwäſche bei der Kammgarnſpinnerei befolgt das Prinzip, das Wollhaar zu erweichen, ohne daß die Wolle irgend verfilzt oder verwirrt wird oder an Weichheit und Stärke verliert; vielmehr wird ſie in erweichter Form dem Krempeln übergeben, damit dieſes dem Wollhaare alle Kräuſe⸗ lung entziehe und dadurch der Wolle die Krimpkraft raube. Die frühere alte Methode will ich gar nicht näher beſchreiben, ſondern gehe ſofort zu der Waſchmaſchine, demLeviathan, über.

Die Leviathans ſind gewöhnlich aus mehreren einzelnen Maſchinen zuſammengeſetzt, wobei jedoch das Waſchen ganz ſelbſtändig geſchieht. Stellt man z. B. drei ſolche Maſchinen hintereinander, ſo wird in I die Entſchweißung, in II das Waſchen und in III das Ausſpülen vorgenommen. Indem nun von Zeit zu Zeit die Flüſſigkeiten aus I abgelaſſen, aus