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Die Schafzucht : Rassen, Züchtung, Ernährung, Rentabilität und Krankheiten des Schafes, Wollkunde und technische Verarbeitung der Wolle / von Johannes Heyne
Entstehung
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58 Erſter Teil. Raſſen, Züchtung, Ernährung uſw. des Schafes.

kann man als Abgang von Schafen in der geſamten Herde je nach der Gegend berechnen:

unter ſehr günſtigen Verhältniſſen.. 3— 4%, „ günſtigen 9,. 4— 6%, „ ungünſtigen 5.. 10— 12%, „ ſehr ungünſtigen 5,..15— 20%.

Die einzelnen Altersklaſſen nehmen an dieſen Abgängen in ſehr ungleichem Maße Anteil. Für den Sterblichkeitsfaktor einer Herde von 7% ergeben ſich z. B. folgende Zahlen:

Von 100 Schafen

Alter: Sterblichkeit: bleiben am Ende des Abgang: betr. Jahres übrig: unter 1 Jahre 25% 75 Stück 25 Stück 1— 2„ 9% 68„ 7„ 2—3 5, 4% 65 6, 3 2, 3—4„ 3% 63„ 2„ 4— 5„ 3% 6, 2„ 5— 6 2% 60 1

Durchſchnitt 7% zuſammen in 6 Jahren 40 Stück

Was die Zuchtrichtung betrifft, ſo kann dieſe ent⸗ weder auf Wolle oder Fleiſch abzielen. Ich entnehme aus meinem Werk„Großes Handbuch der Schafzucht“(Reichen⸗ bachſche Verlagsbuchhandlung, Leipzig) folgendes über die Zuchtrichtungen.

Verbeſſerte Tuch⸗ und Stoffwollrichtung.

Wenn wir auf eine kurze Beſprechung dieſer Richtungen eingehen, ſo erwähne ich im voraus, daß ſich in jeder Rich⸗ tung das Beſtreben nach Fleiſchform bemerkbar macht. Die Tuchwollrichtung(Abb. 19 und 20) iſt wenig verbreitet, da das einſeitige Züchten auf Wolle doch wenig Rente abwirft; obwohl auch dieſe Richtung für gewiſſe Verhältniſſe vielleicht noch eine Bedeutung haben könnte, ſo iſt doch die Fleiſch⸗ produktion zu gering, ſelbſt für beſtimmte Wirtſchaften in Ungarn, Rußland und Auſtralien, welche größere Formen vorziehen. Aber es iſt mit großer Genugtuung zu konſtatieren, daß es noch reinblütige Stammherden in dieſer Richtung gibt, welche die Reinblütigkeit im Typus feſthalten. Es ſei hier er⸗