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Die Schafzucht : Rassen, Züchtung, Ernährung, Rentabilität und Krankheiten des Schafes, Wollkunde und technische Verarbeitung der Wolle / von Johannes Heyne
Entstehung
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30 Erſter Teil. Raſſen, Züchtung, Ernährung uſw. des Schafes.

ſchaffene und nicht ohne weiteres übertragbare Eigentümlichkeit beſtimmter Raſſen, der künſtlichen Beeinfluſſung inſofern zu⸗ gänglich iſt, als durch zweckentſprechende Ernährung und Hal⸗ tung die ererbte Anlage eines Tieres zur Frühreife zur Ent⸗ wicklung gebracht, die Frühreife ſelbſt ſomit hervorgerufen bzw. geſteigert werden kann. Die hierauf abzielenden Maß⸗ nahmen liegen im weſentlichen auf dem Gebiete der Ernäh⸗ rung, und zwar iſt es beſonders eiweiß⸗ und phosphatreiche

Abb. 15. Frühreifes Merino⸗Fleiſchſchaf.(13 Monate alte weibliche Schafe.) (Beſitzer: Graf v. d. Schulenburg⸗Vitzenburg.)

Nahrung, die, in reichlichen Gaben dargeboten, zum Zu⸗ ſtandekommen der Frühreife beiträgt. Warum neben den Eiweißſtoffen, den eigentlichen plaſtiſchen, d. h. gewebebilden⸗ den Nährſtoffen, gerade Phosphate in dieſer Hinſicht förder⸗ lich wirken, das leuchtet ohne weiteres ein, wenn wir bedenken, daß phosphorſaurer Kalk(Trikalziumphosphat) als Haupt⸗ beſtandteil der Knochenſubſtanz zum Aufbau des Knochen⸗ gerüſtes unentbehrlich und, in reichlichen Mengen gegeben, imſtande iſt, die Entwicklung der Knochen zu beſchleunigen und verhältnismäßig zeitig zum Abſchluß zu bringen. Iſt