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Johnes Gesundheitspflege der landwirtschaftlichen Haussäugetiere : mit besonderer Berücksichtigung der Fütterungslehre
Entstehung
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Naturgemäßer Gebrauch. 209

luftig, aber zugfrei zu erhalten. In dicht geſchloſſenen Ställen ſind mehrfach Todesfälle nach der Wäſche beobachtet worden, welche wohl in der Hauptſache auf Erſtickung(S. 55) zurückzuführen ſein dürften. Außerdem bringt die Schur noch die Gefahr mit ſich, daß die Schafe hierbei Verletzungen durch Stiche oder Schnitte erleiden können, die nicht ſelten zu Wundinfektionskrankheiten(eitrige Haut und Bindegewebs⸗ entzündung) Veranlaſſung geben. Täglich mehrmaliges Waſchen mit 2% Lyſolwaſſer ſind hiergegen anzuwenden. Auch nach der Schur ſind die Schafe vor Erkältungen zu ſchützen und kräftig zu füttern.

Mchlußwort.

Die Grundzüge der Geſundheitspflege in kurzen Sätzen zuſammen⸗ gefaßt, würden nach dem im Vorſtehenden Geſagten ſich wie folgt formulieren laſſen:

Das Tier bleibt geſund,

1. ſo lange die zu ſeinem Leben nötigen Außenbedingungen

Luft, Licht, Nahrung, Wärme ꝛc. ſich nach Art und Menge in gewiſſen Grenzen halten und durch deren Ueberſchreiten nicht zur Krankheitsurſache werden;

2. ſo lange deſſen Organismus imſtande iſt, dieſe und andere auf ihn einwirkende Geſundheitsſchädlichkeiten entweder von ſich abzuwehren oder unſchädlich zu machen.

Die Aufgaben der Geſundheitspflege haben demnach darin zu beſtehen:

1. die natürlichen Selbſtſchutzeinrichtungen des Organis⸗ mus(S. 100) möglichſt in ihrer normalen Thätigkeit zu zu erhalten;

2. die(S. 7) Krankheitsurſachen von dem Tiere abzu⸗ halten.

Dies wird erreicht

a) durch Abhaltung bezw. Beſeitigung der inneren Krank⸗ heitsurſachen(Dispoſition)(S. 115);

b) durch Abhaltung aller äußeren Krankheitsurſachen, d. h. durch Gewährung eines geſunden Aufenthaltes(S. 123), durch gute Fütterung und Pflege(S. 166) und durch naturgemäßen Gebrauch(S. 191).

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Johne. 14