2 Geſundheit.
als für den Organismus nicht weiter verwendbar, als ſog. Exkrete von dieſem ausgeſchieden werden, und nur zum kleinſten Teile im Organismus als ſog. Sekrete weitere Verwendung finden.
Hierbei beſteht zwiſchen den Stoffwechſelvorgängen bei Tieren und Pflanzen der Unterſchied, daß, während die Tiere organiſche, hoch zuſammen⸗ geſetzte Körper(Eiweiß, Kohlehydrate und Fette) mit Hilfe des gleichzeitig mit der Atmungsluft aufgenommenen Sauerſtoffes in die zur Ausſcheidung gelangenden Endprodukte des Stoffwechſels, d. h. Kohlenſäure, Waſſer und Ammoniak zerlegen, die Pflanzen im Gegenteil die Fähigkeit beſitzen, aus einfachen Verbindungen(Waſſer, Salpeterſäure, Ammoniak, Stickſtoff und Kohlenſäure) hoch zuſammengeſetzte Körper(die Beſtandteile der Pflanzen,
Fig. 1. Verſchiedene Zellenformen: a jugendliche Zelle(die Urform aller Zellen); b polyedriſche,
c würfelförmige, d, e, h plattenförmige Zellen von verſchiedener Form; f, g ſpindelförmige
Zellen; i Flügelzelle; k gezackte Zelle; l, m, n, o, p Zylinderzellen verſchiedener Form;
Becherzelle; r keulenförmige Zelle; s Stäbchenzelle; t geſpaltene Zelle; uz, v ſtabförmige
Zelle; un Rieſenzelle mit vielen Kernen; w flimmernde Zylinderzelle; x ſichelförmige Zelle; y ſternförmige Zelle; veräſtelte Zelle.
d. h. Eiweiß, Kohlehydrate, Fette, organiſche Säuren, Harze, ätheriſche Oele ꝛc.) zu bilden und hierbei zugleich Sauerſtoff auszuſcheiden. Sehr treffend hat man daher die Tiere als die Zerſtörer, die Pflanzen als die Bildner zuſammengeſetzter organiſcher Verbindungen bezeichnet.
Alle Individuen, deren anatomiſche, phyſikaliſche und chemiſche Verhältniſſe oder deren Organiſation, Lebensvorgänge und Lebens⸗ erſcheinungen denen des normalen Artentypus entſprechen, bezeichnen wir als geſund, und zwar als geſund im engeren Sinne oder als abſolut geſund.
Abſolut geſund ſind jedoch nur ſehr wenige Tiere(bezw. Menſchen). Bei den meiſten derſelben finden ſich dauernd oder nur vorübergehend


