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Leitfaden der landwirtschaftlichen Betriebslehre / von Theodor Freiherr von der Goltz
Entstehung
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6 I. Die landrwietſchatliihen Betriebsmittel.

Das wichtigſte, von allen anderen ſich weſentlich unterſcheidende Betriebsmittel für die Landwirtſchaft iſt der Grund und Boden. Ihm am nächſten verwandt ſind die Gebäude. Beide zuſammen bezeichnet man häufig als Grundkapital. An ſie ſchließen ſich, weil gleichfalls unbelebt, die Maſchinen und Geräte oder das tote Inventar an. Darauf folgt das lebende Inventar: das Nutzvieh und das Zugvieh. Letzteres ſtellt die in der Land⸗ wirtſchaft thätigen tieriſchen Arbeitskräfte dar. An die Be⸗ ſprechung dieſer reihet ſich naturgemäß die der menſchlichen Arbeitskräfte. Die zu dem toten und lebenden Inventar gehörenden Werkzeuge oder Tiere, wie die zu den menſchlichen Arbeitskräften gehörenden Perſonen ſind längere Zeit in dem Betriebe thätig; ſie werden wiederholt und ſolange benutzt, bis ſie ſich ſchließlich abge⸗ nutzt haben oder bis der Betriebsleiter aus irgend einem anderen Grunde auf die weitere Benutzung verzichtet. Man faßt ſie daher unter der Bezeichnungſtehende Betriebsmittel zuſammen. Zu ihnen gehören auch die Gebäude, ſofern man ſie nicht unter das Grundkapital begreift.

Von den ſtehenden Betriebsmitteln unterſcheidet ſich die letzte Gruppe der landwirtſchaftlichen Betriebsmittel, nämlich die um⸗ laufenden. Dieſe ſetzen ſich aus den mannigfaltigen Vorräten zuſammen, die zur Wirtſchaftsführung nötig ſind: baares Geld, Brot⸗ und Saatgetreide, Brennmaterialien, Futtermittel, Dünge⸗ mittel u. ſ. w. Sie verändern ſich beſtändig nach Art und Menge; bei ihrem einmaligen Gebrauch werden ſie gleichzeitig verbraucht. Hieraus ergiebt ſich folgende Einteilung und Reihenfolge der Betriebsmittel:

Das Grund⸗

der Grund und Boden oder die Grundſtücke, kapital

die Gebäude,

Die die Maſchinen und Geräte oder das tote Inventar, ſtehenden das Nutzvieh

Betriebs⸗ das Zugvieh lebendes Inventar,

mittel die menſchlichen Arbeitskräfte,

die umlaufenden Betriebsmittel.