198 5 Bodenkarten.
fangsbuchſtabe ausreicht. Dasſelbe gilt für die Bodenklaſſen, die in
der Meohrzahl der Fälle mit Beiwörtern bezeichnet werden, die von 3 jenen Hauptwörtern abſtammen. Auch bei den ſonſtigen Beiwörtern iſt es meiſt möglich, ſolche mit verſchiedenen Anfangsbuchſtaben zu
wählen. Es bleibt alſo nur eine kleine Zahl von Beiwörtern übrig, bei denen die Abkürzung mehr als einen Buchſtaben erfordert, und in den wenigen Fällen, wo dies nötig iſt, werden die ſprachlich zu⸗
ſammengehörenden Buchſtaben näher aneinandergerückt und überdies
durch Unterſtreichen kenntlich gemacht.
Man könnte nun bei dem Einſchreiben der Buchſtaben für die Bodenklaſſen den Buchſtaben für die Hauptgruppe ganz fort⸗ laſſen, weil dieſe bereits durch ein beſtimmtes Farbenzeichen auf der Karte unterſchieden iſt, ſo daß z. B. durch ein 1 auf hell⸗ gelben Grunde Sabulo limosa oder lehmiger Sand bezeichnet würde; trotz der hierdurch bedingten Vereinfachung ziehen wir es, um Irr⸗ tümer zu vermeiden, vor, den Buchſtaben für die Hauptgruppe mit hinzuzufügen. Das Zeichen für lehmigen Sand iſt alſo 81, für humoſen Lehm L. h, für reichen humoſen Ton A ho, für gemeinen
Lehmmergel MIv, für naßkalten Sand Suff, für eiſenſchüſſigen
Ton A fe, für Riedhumus Hey, uff. In dem Anhang haben wir eine Üüberſicht der Bodenarten(Genera et species terrarum) gegeben und bei jeder Klaſſe die für die Kartierung beſtimmte Abkürzung beigefügt. Es iſt ein weſentlicher Vorzug der von uns empfohlenen Benennungen, daß das Hauptwort in der lateiniſchen Sprache vor⸗ anſteht, und da das Hauptwort überdies durch einen großen Buch⸗ ſtaben unterſchieden und hervorgehoben iſt, ſo ſind Verwechſlungen ausgeſchloſſen.
Anlangend nun die Profile, die ein unentbehrlicher Beſtand⸗ teil einer Bodenkarte ſind, ſo finden ſie zweckmäßig ihren Platz am
Fuße und nötigenfalls auch am Rande zu beiden Seiten der Karte,
während in der Karte ſelbſt nur die betreffende Nummer mit einer arabiſchen Ziffer eingeſchrieben wird, und zwar an der Stelle, wo das Profil wirklich aufgenommen worden iſt. Da die arabiſchen
Ziffern noch zu anderweitigen Bezeichnungen dienen, ſo empfiehlt es
ſich, die Profilnummern im Innern der Karte mit einer viereckigen Linie zu umgeben, was zuglich den Vorteil gewährt, daß die Stellen der Profile und Probegruben beſſer hervortreten.
Als Maßſtab für die Höhen wird bei den Bodenprofilen 1:100
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