Bodenkarten. 195
iſt auf den vorhandenen Flurkarten verſchieden; es iſt aber wünſchens⸗ wert, für die Flurkarten ſowohl, wie für die Bodenkarten ein ein⸗
da heitliches Maß zu haben. Auf der topographiſchen Karte der Schweiz ſeträgt die Aquidiſtanz 10 m. Dieſes Maß ſollte man für die be Flur⸗ und für die Bodenkarten als Grundlage annehmen. Wir nen, empfehlen für die 100 m⸗Kurven unterbrochene Linien, für die den 10 m⸗Kurven ausgezogene Linien. Wo das Terrain ſtark geneigt ma iſt, kann man es bei den 10 m⸗Kurven bewenden laſſen. Überall mn aber, wo ſanftere Neigungen auftreten, ſind 1 m⸗Kurven mit aus⸗ bie: gezogenen Linien einzuſchalten. Bei allen Horizontalkurven wird mit der betreffenden Ziffer die Höhenquote eingeſchrieben, ſo dasßs einet man aus der Karte zugleich erſieht, wieviel Meter über dem Meer de die Gegend liegt.(Vergl. Tafel 1.) innan Damit die Höhenkurven deutlich hervortreten, ſind ſie mit ha einer leuchtenden Farbe(rotgelb) zu zeichnen. Dagegen wird alles ma. übrige, was ſich auf die Topographie bezieht, in ſchwarzer Farbe I angelegt mit einziger Ausnahme der Gewäſſer(Seen, Teiche, ee Weiher, Flüſſe, Bäche, Kanäle, Gräben), für die die blaue Farbe w eeeſerviert wird. Speziell werden alſo mit Schwarz gezeichnet: oden Gebäude, Grenzen, Straßen, Wege, Eiſenbahnen uſw. Ebenſo ſind ſch ddie Kulturarten durch verſchiedene Zeichen in ſchwarzer Farbe kennt⸗ ein lich zu machen, wobei das Ackerland ohne Zeichen gelaſſen werden kann. Die ziemlich allgemein angenommenen Zeichen für die Gebäude, artn Grenzen, Straßen, Wege, Eiſenbahnen uſw., ſowie für die Kultur⸗ nd arten: Ackerland(ohne Zeichen), Wieſe(Matte), Weide, Ried, (Moos, Moor, Torf, Sumpf), Gemüſeland, Ziergarten, Rebland, klen Hopfenland, Obſtbäume, Laubwald, Nadelwald, können beibehalten wen weerden, jedoch iſt Sorge dafür zu tragen, daß der Grund der Karte chil mit den Zeichen für die Kulturarten nicht zu ſehr gefüllt, und daß n insbeſondere das Wieſen⸗ und das Weideland, weil es oft mit Obſt⸗ rwä bäumen beſetzt iſt, alſo lauf der Karte mit zwei Zeichen verſehen Fſtt werden muß, mit einer ſehr zarten Zeichnung unterſchieden wird. odd Der Grund der Karte iſt nämlich für die Eintragung der odh Beodenarten beſtimmt, was unſtreitig am deutlichſten und über⸗ i ſichtlichſten durch verſchiedene Farbentöne und Zeichen geſchieht. Es ſab⸗ ſſteht außer Zweifel, daß dieſe bei geologiſchen Karten allgemein
übliche und erprobte Manier der Zeichnung ſich auch bei den Boden⸗ karten bewähren und einbürgern wird. Sonſt aber muß hier nicht 13.


